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Werder ruft Überlebenskampf aus

Alexander Nouri und Werder Bremen stecken in der Krise
Alexander Nouri und Werder Bremen stecken in der Krise
Foto: © getty, Matthias Kern
06. Februar 2017, 11:30

Werder Bremen stürzt immer tiefer in die Krise. Es herrscht Alarmstimmung an der Weser.

Der Frust war auch beim Regenerations-Training am Montag noch deutlich spürbar. Bedrückt spulten die Profis von Werder Bremen nach dem Last-Minute-K.o. in Augsburg ihre Einheit im Kraftraum ab - wohlwissend, dass die Zeiten noch brisanter und schwerer werden.

"Jetzt hat hoffentlich jeder kapiert, dass es für uns bis zum letzten Spieltag um den Abstieg gehen wird. Wir sind in einer ganz schwierigen Situation", sagte Sportchef Frank Baumann nach dem bitteren 2:3 im Kellerduell beim FCA reichlich frustriert.

Überlebenskampf pur

Während die Schwaben ihren Torjäger Raúl Bobadilla und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt frenetisch feierten, waren die Bremer restlos bedient. Nach der vierten Niederlage in Folge stürzt der Traditionsklub, der nur noch einen Punkt vor dem FC Ingolstadt auf Abstiegsrang 17 liegt, immer tiefer in die Krise. Es herrscht Alarmstimmung an der Weser, Zlatko Junuzović sprach von "Überlebenskampf pur".

"Wenn du in den guten Spielen keine Punkte holst, wie willst du dann in den schlechten punkten?", fragte Fin Bartels, nachdem Werder zum dritten Mal in 2017 nach den knappen Niederlagen gegen Dortmund und Bayern (jeweils 1:2) trotz ansprechender Vorstellung mit leeren Händen dastand.

"Es gibt keinen Grund aufzugeben"

Was Werder vor den kommenden Spielen gegen Gladbach am Samstag sowie in Mainz (18. Februar) und Wolfsburg (24. Februar) blieb, waren die üblichen Durchhalteparolen. "Wir müssen uns einmal schütteln. Wir kommen da nur gemeinsam raus. Es gibt aber keinen Grund aufzugeben", sagte Baumann. Trainer Alexander Nouri versprach, "dass wir die nächsten Spiele mit voller Überzeugung angehen werden. Ich bin zu einhundert Prozent davon überzeugt, dass sich die Mannschaft belohnen wird". Es werde aber eine "längere Reise und ein enges Rennen bis zum Schluss".

Um dieses Rennen erfolgreich zu gestalten, müssen die Bremer aber schleunigst ihre eklatanten Abwehrschwächen abstellen. Max Kruse, der das 3000. Bundesligator für Werder zum zwischenzeitlichen 2:1 per Foulelfmeter (65.) erzielt hatte, schimpfte über "teilweise dilettantisches Abwehrverhalten von uns allen".

"Das ist ein Wahnsinn"

Dies führte zunächst zum überraschenden Ausgleich der vor allem spielerisch unterlegenen Augsburger durch Ja-Jeol Koo (79.). In der vierten Minute der Nachspielzeit schlug dann zu allem Überfluss auch noch der starke Bobadilla eiskalt zu.

Der Treffer fiel zwar aus Abseitsposition, "aber trotzdem müssen wir es besser verteidigen", monierte Baumann. Dass sei "unser Hauptproblem, das zieht sich schon durch die ganze Saison. Wenn wir das nicht abstellen, dann wird es ganz schwer". Man stehe mit "solchen Fehler zu Recht da unten" ergänzte Junuzović: "Das ist ein Wahnsinn."

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