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Krkić in Mainz: Gegenpol für ein Megatalent

Bojan Krkić (r.) will in Mainz wieder durchstarten
Bojan Krkić (r.) will in Mainz wieder durchstarten
Foto: © imago sportfotodienst
31. Januar 2017, 10:45
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Debüt mit 17 Jahren. Mehr als 130 Spiele für den FC Barcelona. Drei spanische Meisterschaften. Zweifacher Champions-League-Sieger. Bojan Krkić hat mit 26 Jahren eigentlich schon alles erlebt im europäischen Fußball. Nun treibt es das ehemalige Riesentalent nach Mainz – aber warum?

"Jetzt denken alle einmal, oha, jetzt holen die Mainzer plötzlich einen mit Reputation", sagte Mainz-Trainer Martin Schmidt über den Transfer von Bojan Krkić zum 1. FSV - und fasste damit die Reaktionen vieler Fußballfans zusammen. Ausgerechnet die bodenständigen Mainzer holen das ehemalige Riesentalent des FC Barcelona.

"Bojan hat eine gewisse Strahlkraft. Dass sich ein Spieler mit diesem Renommee für uns entscheidet, ist schön", sagte Sportdirektor Rouven Schröder über die Leihgabe von Stoke City: "Er hat schon was erlebt und ist der Spieler, der den Unterschied machen kann. Aber alleine hat noch keiner Spiele gewonnen." In der Tat hat Krkić, Sohn eines Serben und einer Spanierin, trotz seiner erst 26 Jahre schon viel Erfahrung im Profifußball sammeln dürfen.

Anfänge in La Masia

Doch von Beginn an: Bojan Krkić Pérez wurde am 28. August 1990 im spanischen Linyola, knapp 150 Kilometer entfernt von Barcelona, geboren. Im Alter von neun Jahren wurde er in Barcelonas weltberühmte Talentschmiede La Masia aufgenommen und machte sich auf seinen Weg in die Weltspitze.

2007 wurde das bis dato größte Jahr des 17-jährigen Krkić. Gegen Osasuna feierte der Angreifer im September sein Debüt als jüngster Barça-Spieler der Geschichte und unterbot damit sogar den besten Fußballer der Welt, Lionel Messi. Die Erfolgsgeschichte ging mit seinem ersten Tor gegen Villarreal im Oktober weiter – Krkić krönte sich zum jüngsten Torschützen der Primera División aller Zeiten. Im April 2008 schoss er dann auch noch seinen ersten Treffer in der Champions League beim 1:0-Viertelfinal-Sieg über Schalke 04.

Sinkender Stern

Doch wie so häufig im Fußball sinken aufgehende Sterne genauso schnell, wie sie aufgegangen sind. So war es auch im Fall Krkić. Im Jahr 2008 verließ Förderer Frank Rijkaard Barcelona und Pep Guardiola übernahm das Ruder. Der FC Barcelona wurde so erfolgreich wie nie.

Bojan gewann mit den Katalanen drei spanische Meisterschaften, einmal die Copa del Rey und die Champions League 2009 und 2011. Er selbst hatte daran aber nur geringen Anteil. Schaut man sich alleine seine Statistik aus seiner letzten Saison in Barcelona an, wird das Problem klar. Zwar machte der Spanier 2010/2011 noch satte 27 Ligaspiele für die Blaugrana, in diesen wurde er aber 24 Mal ein- oder ausgewechselt. Bojan war nur eine Ersatzkraft.

"Aus Fansicht ist Guardiola sicher einer der besten Trainer der Welt. Aber im persönlichen Umgang war es für mich sehr schmerzhaft", sagte Krkić später über diese Zeit: "Er war nie fair zu mir, und deswegen entschied ich mich, Barcelona zu verlassen."

Odyssee durch Europa

Zunächst ging es für den Angreifer zur AS Roma, dann zum AC Milan und nach Amsterdam. Überall blieb er nur ein knappes Jahr. 2015 folgte der nächste Anlauf in der Premier League bei Stoke City. Dort stand Bojan in der vergangenen Saison immerhin 22 Mal in der Startelf und erzielte sieben Tore. In der laufenden Spielzeit knipste Bojan immerhin drei Mal für die Engländer. Nun entschied er sich aber trotzdem für den fünften Vereinswechsel in sieben Jahren.

"Diese Saison setzte der Trainer in Stoke mehr auf körperlich stärkere, größere Spieler", begründete der Offensivmann seine Entscheidung: "Das war nicht so gut für mich, ich fühlte mich da nicht wohl. Deshalb wollte ich in die Bundesliga wechseln, die eine der besten Ligen in Europa ist."

Krkić und Mainz – das könnte passen!

In Mainz soll der technisch versierte und in der Offensive variabel einsetzbare ehemalige Nationalspieler den abgewanderten Yunus Mallı ersetzen. Dessen Fußstapfen sind zwar ordentlich, aber nicht zu groß für einen Spieler wie Krkić, wenn dieser sein Potenzial abruft. Und genau darum wird es in Mainz gehen.

Der FSV bietet dem Champions-League-Sieger ein bodenständiges Umfeld und die nötige Ruhe, sich wieder zu fangen. Der Verein könnte der Gegenpol zur bisherigen, unruhigen Karriere des früheren Megatalents sein und den nötigen Ausgleich bieten, damit Bojan wieder zurück zu alter Stärke findet.

Wie es nach dann nach dem halbjährigen Leihgeschäft weitergeht, steht allerdings in den Sternen. Fest steht jedoch: Krkić gehört definitiv zu den spannendsten Personalien der Liga.

Florian Pütz

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