Nur noch zwei Siege sind die New England Patriots vom Gewinn einer weiteren Championship entfernt. Im Division-Game erwiesen sich die Houston Texans aber als würdiger Gegner.
Vor der Partie war klar: Die Texans sind der Underdog, die Patriots dagegen haushoch überlegen. Für ein Weiterkommen müsste schon alles zusammenkommen, eine schwache Leistung des Gegners und starke Auftritte in der Defense und Offense. Defensiv konnten die Texaner ihren Gameplan umsetzen, im Angriff haperte es dagegen.
Somit reichte es für die Pats zum Einzug ins Conference-Finale. Und das obwohl Star-Quarterback Tom Brady einen denkbar schlechten Abend erwischte. Von seinen 38 Passversuchen fanden nur schlappe 18 den eigenen Mann, zwei gingen sogar zum Gegner. Insgesamt standen am Ende nur 287 Yards zu Buche.
Pass-Interference brachte Pats nach vorne
Die Partie begann mit schwachen Starts auf beiden Seiten: Nach drei Plays war erst für die Texans- und dann für die Patriots-Offense Schluss. Erneut kam Quarterback Brock Osweiler auf den Rasen - erneut kam kein First Down zustande. Beim erneuten Auftritt von Brady und Co, schenkte Houston ihnen eine 30-Yard-Pass-Interference.
Damit fand sich der zukünftige Hall-of-Famer in der Red Zone wieder. Nach dem Snap an der 13-Yard-Linie der Gäste sah Brady seinen Empfänger Dion Lewis. Wurf, Catch, Touchdown New England! Nach weiteren erfolglosen Versuchen auf beiden Seiten konnte Texans-Kicker Nick Novak immerhin die ersten Punkte für sein Team erzielen.
New England mit Fehlern
Im Gegenzug verschob Lewis das Momentum wieder zugunsten New Englands. Nach dem Kickoff konnten die Texans-Verteidiger den 26-Jährigen nicht einfangen und so rannte er 98 Yards über das gesamte Spielfeld bis in die Endzone. Der Extra-Punkt war gut und die Patriots führten Ende des ersten Viertels mit 14:3.
Im zweiten Spielabschnitt kam die Texans-Offense etwas besser in Fahrt und erzielte zunächst ein Field Goal, dem eine Brady-Interception vorausgegangen war. Im Anschluss produzierten die Gastgeber nichts Zählbares, sondern einen Fumble. Erneuter Ballbesitz für Osweiler und seine Abteilung Angriff - in der Red Zone.
Patriots drückten aufs Gaspedal
Nach zwei Plays stand der erste Gäste-Touchdown zu Buche. Vor der Halbzeit gelang New England zwar noch ein Field Goal, doch die Texans hielten mit und gingen lediglich mit vier Punkten Rückstand in die Kabine. Dort dürfte Pats-Coach Bill Belichick seinen Jungs einiges erzählt haben. Und die Ansprache zeigte Wirkung: Im dritten Viertel schafften es nur die Patriots auf die Anzeigetafel. Den ersten schönen Drive des Abends über neun Plays und 90 Yards vollendete Brady mit einem Pass auf James White.
Nach einem erneuten Fehlpass von Brady konnten sich die Texans mit einem Field Goal aus 46 Yards revanchieren. Danach allerdings schaltete die Pats-Offense kurz einen Gang hoch. Zunächst erzielte Lewis seinen dritten Touchdown des Abends, dann durfte Kicker Stephen Gostkowski den Endstand von 34:16 herstellen.
Während es für die Texans früher als erhofft in den Urlaub geht, werden sich die Patriots auf ihren kommenden Gegner vorbereiten. Gegen wen sie ranmüssen entscheidet sich in der Nacht von Sonntag auf Montag. Für das Duo Brady-Belichick ist es der sechste Conference-Final-Einzug in Folge.











