Die Dallas Cowboys müssen nach langer Zeit mal wieder eine Pleite hinnehmen - Schuld daran ist unter anderem Odell Beckham Jr.. Und die Green Bay Packers vermöbeln die Seattle Seahawks.
Die Frage in Dallas, tief im texanischen Nordosten, ist derzeit: Football-Fan oder Basketball-Fan? Letztere müssen aktuell schwere Zeiten durchmachen. Nichts, aber auch wirklich gar nichts läuft bei den Dallas Mavericks zusammen. Wie auf Wolke Sieben müssen sich dagegen die Anhänger der Dallas Cowboys fühlen.
Die ehemals große Franchise, die die zweitmeisten Titel gewonnen hat, wartet seit 1996 auf eine Teilnahme am Super Bowl. Die 20 Jahre währende Durststrecke könnte in dieser Spielzeit womöglich beendet werden. Denn mit den beiden Rookies Dak Prescott und Ezekiel Elliott haben die Cowboys ein Traumduo in der Mannschaft.
Unschönes Ende der ersten Hälfte
Die beiden Youngster sollten es auch gegen die New York Giants richten. Zunächst plätscherte die Begegnung aber in aller Ruhe vor sich hin. Es schien nicht, als hätte eine Mannschaft großes Interesse an einem Sieg. Gerade die New York Giants standen aber unter Druck im Kampf um die Wildcard der NFC.
Stattdessen übernahmen zunächst die Cowboys das Kommando. Mit 8:50 auf der Uhr im ersten Viertel kommandierte Prescott sein Team von der eigenen 33-Yard-Linie in Richtung Endzone. Nach neun Plays über 64 Yards orderte der Quarterback ein Play Fake. Das überraschte die Giants-Defense und so fand er einen völlig offenen Terrence Williams, der den Ball kurz vor der Goal Line unbedrängt in Empfang nehmen konnte. Touchdown Cowboys!
Nach der Führung der Gäste aus Dallas entwickelte sich eine unschöne Football Partie. Im darauffolgenden Drive ließ Giants-QB Eli Manning den Ball nach einem Sack fallen. Fumble! Die Texaner schnappten sich zwar den Ball, gaben ihn aber ihrerseits wieder her via Prescott-Interception.
Manning-Beckham-Brillanz blitzt auf
Nach abermaligem Fumble der Giants und einem verpassten 55-Yard-Field Goal der Cowboys gingen beide Teams mit einer 0:7-Führung für die Gäste in die Kabine. Dort hatte es die Ansprache von New-York-Coach Ben McAdoo wohl in sich. Schließlich kamen Manning und Co. mit deutlich verbesserter Einstellung zurück auf den Rasen.
Mit einem Field Goal aus 39 Yards zauberte Kicker Robbie Gould die ersten drei Punkte auf die heimische Anzeigentafel. Prescott warf im Gegenzug seine zweite Interception des Abends und wieder durfte Manning seine Offense aufs Feld bestellen. Im zweiten Play blitzte die ganze Brillanz der ansonsten an diesem Abend schwachen Combo Manning-Beckham auf.
Der 24 Jahre alte Receiver fing einen kurzen Pass in der Feldmitte und war die folgenden 61 Yards nicht mehr zu stoppen. 10:7-Führung für die Giants. Die Cowboys konnten im vierten Viertel keine Wende mehr einleiten und so sicherte sich die Mannschaft aus dem Big Apple einen wichtigen Sieg im Rennen um die Playoff-Plätze.
Galavorstellung von Rodgers
Eine Woche war es her, dass die Seattle Seahawks die Carolina Panthers nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen hatten. 40:7 hieß der Endstand. Da schien auch ein wieder zur Normalform aufgelaufener Aaron Rodgers von den Green Bay Packers keine Gefahr darzustellen.
Allerdings setzte der 33 Jahre alte Spielmacher noch einen drauf und lieferte eine Galavorstellung ab. Von seinen 23 Passversuchen kamen 18 an und verhalfen der Offensive zu 246 Yards Raumgewinn. Drei Touchdown-Pässe runden das Bild ab. Von der berüchtigten Legion of Boom war am Sonntagabend wenig zu spüren.
Rabenschwarzer Tag für Wilson
Doch nicht nur in der Defense machten die Seahawks einen ganz schlechten Eindruck. Auch in der Offense wollte nichts zusammenlaufen. Nach der Partie gestand Seattle-QB Russell Wilson: "Die Partie geht klar auf meine Kappe." Und da werden dem 28-Jährigen wohl nur wenige widersprechen. Gerade einmal unterirdische 56 Prozent seiner Zuspiele fanden den Weg zum eigenen Mann. Sage und schreibe fünf (!) Mal wurde Wilson an dem Abend gepickt.
Von Beginn an ließen die Gastgeber wenig Zweifel daran, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Einem Davante-Adams-Touchdown im ersten Viertel, konnten die Seahawks zwar noch ein Field Goal aus 28 Yards Entfernung folgen lassen. Dann jedoch spielten die Packers in ihrer eigenen Liga.
Zu Beginn des zweiten Viertels schraubte Running Back Ty Montgomery den Spielstand mit einem Ein-Yard-Run in die Seahawks-Endzone auf 14:3 hoch. Im Gegenzug kamen die Gäste aus dem Norden nicht zu einem neuen First-Down und so durfte wieder Rodgers aufs Feld.
Ergebniskosmetik von Seattle
Der hatte an diesem Abend sichtlich Spaß an seinem Job. Nach fünf Spielzügen servierte A-Rod den Ball auf dem Silvertablett. Receiver Jordy Nelson musste nur noch dankend annehmen. Touchdown Packers! Auf Seattle-Seite reagierte Wilson mit drei Interceptions, ehe die Packers im dritten Spielabschnitt den Sack zu machten.
Erneut war es Nelson, der einen Pass in der Endzone fängt. Rodgers hatte in der Pocket allerdings auch eine Ewigkeit Zeit und verlängerte den Spielzug gefühlt um eine Minute. Folgerichtig ging es mit einer 28:3-Führung für die Cheese Heads in das vierte Viertel.
Dort gelangen den Packers via Field Goal und Touchdown weitere zehn Punkte. Die Seahawks hingegen betreiben mit ihrem einzigen TD des Spiels lediglich Ergebniskosmetik. 38:10 lautete der Endstand. Und so langsam sollte die Mannschaft von Head Coach Pete Carroll etwas konstanter spielen. Denn in den Playoffs gilt: Wer verliert ist raus.
Alle Ergebnisse im Überblick:
Kansas City Chiefs 21:13 Oakland Raiders
Buffalo Bills 20:27 Pittsburgh Steelers
Tennessee Titans 13:10 Denver Broncos
Philadelphia Eagles 22:27 Washington Redskins
Miami Dolphins 26:23 Arizona Cardinals
Carolina Panthers 28:16 San Diego Chargers
Cleveland Browns 10:23 Cincinnati Bengals
Detroit Lions 20:17 Chicago Bears
Indianapolis Colts 17:22 Houston Texans
Jacksonville Jaguars 16:25 Minnesota Vikings
San Francisco 49ers 17:23 (OT) New York Jets
Tampa Bay Buccaneers 16:11 New Orleans Saints
Los Angeles Rams 14:42 Atlanta Falcons
Green Bay Packers 38:10 Seattle Seahawks
New York Giants 10:7 Dallas Cowboys
New England Patriots TBD Baltimore Ravens (Monday Night Game)











