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Hasenhüttl freut sich auf emotionale Rückkehr

Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl trifft auf seinen alten Verein
Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl trifft auf seinen alten Verein
Foto: © getty, Alex Grimm
09. Dezember 2016, 12:05

Auf einen Spion in den Reihen des FC Ingolstadt ist RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl vor seiner emotionalen Rückkehr nicht angewiesen. Der 49-Jährige kennt die Schanzer als langjähriger Coach bestens.

Auf Insiderwissen seines Sohnes Patrick, der in der zweiten Mannschaft der Oberbayern spielt, kann Hasenhüttl vor dem Bundesligaduell am Samstag getrost verzichten. "Wir haben nicht telefoniert und ich habe ihn auch nicht angehalten, was in Erfahrung zu bringen", sagte der Österreicher vor der Dienstreise an die alte Wirkungsstätte.

Hasenhüttl erlebt einen Kurzausflug in die Vergangenheit. Denn mit Ingolstadt feierte er seine bisher größten Erfolge: den Aufstieg in die Bundesliga und in der Vorsaison den überraschenden Klassenverbleib mit tollem Fußball. Nervosität nein, Freude ja. "Das wird, abgesehen von der Tatsache, dass man in die andere Kabine geht, schon etwas Besonderes für mich sein. Weil einfach zu viele positive Erinnerungen da sind", sagte der Österreicher.

Wechsel-Entscheidung "war nicht falsch"

Seinen Abgang zum umstrittenen Millionen-Projekt Leipzig nahmen ihm viele übel. Das kann er verstehen, aber er musste den nächsten Schritt gehen, so der 49-Jährige. "Es war sicher ein Umbruch, der nicht ganz einfach war. Unsere Philosophie lautete immer: Wenn jemand schnellere Entwicklungsschritte macht als der Verein, setzt man sich zusammen und sucht eine Lösung", sagte Hasenhüttl dem "Kicker". Er habe seine Ziele gehabt, die er verfolgen wollte: "Und wie man sieht, war die Entscheidung nicht ganz falsch."

Einige Kontakte hat Hasenhüttl noch nach Ingolstadt, man tausche gegenseitige Glückwunsch-SMS nach guten Spielen aus. "Aber momentan nicht. Alles, was man jetzt schreiben würde, hätte den Beigeschmack, dass man was in Erfahrung bringen will. Aber das ist nicht notwendig", sagte der Fußball-Lehrer.

FCI unter Walpurgis deutlich verbessert

Hasenhüttl weiß genau, was den vor dem 14. Spieltag weiter ungeschlagenen Tabellenführer stark macht. Und er weiß, was Ingolstadt ausmacht. Unter dem neuen Coach Maik Walpurgis habe sich das Spiel der Schanzer enorm verbessert. Dennoch trennen beide Teams satte 27 Punkte. "Ich bin trotzdem von meiner Mannschaft überzeugt, dass wir auch unsere Möglichkeiten bekommen werden", sagte der Nach-Nachfolger von Hasenhüttl, der den Sachsen "extreme Qualität in Pressing, Gegenpressing, Präzision und Geschwindigkeit" bescheinigt. Dennoch: "Wenn wir einen sehr guten Tag haben, ist alles möglich."

Leipzig geht als klarer Favorit in das Duell beim Tabellenletzten. Zumal der 2:1-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 eine der besten Saisonleistungen für Hasenhüttl war. "So gegen eine Spitzenmannschaft aufzutreten, war beeindruckend. Aber uns zeichnet uns, dass wir solche Spiele nicht überbewerten, weil wir wissen, dass in Ingolstadt erneut eine konzentrierte Leistung notwendig sein wird."

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