Die NFL nähert sich so langsam aber sicher der entscheidenden Phase. Dabei patzen die Green Bay Packers gewaltig gegen die Washington Redskins. Die Minnesota Vikings hingegen können den Negativtrend erstmal stoppen.
Im Vorfeld der Partie war viel über Aaron Rodgers schwache Saison geschrieben worden. Vor allem Josh Normans Vergleich mit Gandalf dem Weißen aus dem Herr-der-Ringe-Universum sorgte für viel mediale Aufmerksamkeit. Entsprechen konnte A-Rod den Erwartungen aber nicht.
Stattdessen machte sein Gegenüber, Kirk Cousins, mit einer ganz starken Leistung auf sich aufmerksam. Der 28-Jährige warf für insgesamt 375 Yards und drei TD-Pässe. Dabei entwickelte sich die Partie zu Beginn nur langsam, aber ausgeglichen. Der erste Touchdown war eine Co-Produktion zwischen Cousins und DeSean Jackson.
Rodgers kommt nochmal ran
Im Gegenzug konnten Rodgers und seine Packers aber eine Antwort liefern. Mit einem klasse Drive über 17 Plays und 75 Yards spielten die Gäste vor die Endzonde der Hauptstädtler. Einen 13-Yard-Pass zu Jordy Nelson später, stand es 7:7. Die Packers erzielten ein Field Goal und dann war wieder Cousins am Drücker.
Der Quarterback führte sein Team in nur acht Plays über die gleiche Distanz und überließ den Ball seinem Running Back Robert Kelley, der ihn die verbleibenden zehn Yards in die Endzone rannte. Mit einer 10:13-Führung für die Gastgeber ging es daraufhin in die Pause. Wer allerdings verbesserte Packers in Hälfte zwei erwartete wurde zunächst enttäuscht.
Im dritten Viertel bauten die Redskins ihre Führung auf 10:22 aus. Erst im allerletzten Spielabschnitt schienen die Packers ihre Motivation gefunden zu haben. Zwei TD-Pässe auf James Starks und Jared Cook reichten um die Führung auf fünf Punkte schmelzen zu lassen.
Fumble besiegelt Packers-Niederlage
Cousins behielt allerdings die Nerven und entschied die Partie mit einem ganz langen Drive über 11 Plays, 81 Yards und 6:10 Minuten. Ein Yard vor der Packers-Endzone war es dann erneut Robert Kelley der die Vorentscheidung brachte. Offiziell machte es dann ein Patzer von Tight End Jared Cook. Der 29-Jährige ließ den Ball fallen. Fumble!
33 Sekunden später hatte Cousins den Redskins weitere sieben Punkte auf die Anzeigetafel gezaubert und den Endstand von 42:24 hergestellt. Der Rechtshänder, der um einen neuen Vertrag spielt, sammelt derzeit kräftig Argumente für eine Verlängerung seines Engagements in der Hauptstadt.
Weniger Argumente für sich kann die O-Line von den Minnesota Vikings aufweisen. Die ersten fünf Spiele gewannen die Wikinger allesamt und waren das letzte ungeschlagene Team der NFL. Die Pause in Week 6 streute allerdings ordentlich Sand ins Getriebe. Vier Niederlagen aus vier Spielen waren die Folge. Vor allem Quarterback Sam Bradford musste auf einmal ungewohnt viele Hits einstecken.
Bei den Cardinals hat die Offense im Vergleich zur letzten Saison etwas abgebaut. Allerdings gehört die Defensivabteilung zu einer der besten ligaweit. Vor der Begegnung standen die Zeichen dementsprechend auf Sieg Cardinals. Zunächst kamen aber die Vikings wacher aus dem Locker Room.
Vikings-Offense bleibt fehlerfrei
Adam Thielen fing in der Endzone einen Pass von Bradford und Kicker Kai Forbath erzielte den obligatorischen Punkt durch das Field Goal ohne Probleme. 7:0 Vikings. Back to back konnten aber auch die Cardinals eine Eintragung auf der Anzeigetafel verbuchen. Mit einem 1-Yard-Run glichen die Cards die Partie aus.
Im zweiten Viertel kamen die Gäste aus Arizona lediglich zu einem Field Goal. So ergab sich für Bradford und Co. die Möglichkeit erneut in Führung zu gehen. Und die Offense der Vikings blieb, anders als zuletzt, ruhig und lieferte: Einen Drive über fünf Plays und 75 Yards vollendete Running Back Matt Asiata in der Cardinals-Endzone.
An den darauffolgenden Ballbesitz wird sich QB Carson Palmer wohl nur ungerne erinnern. An der gegnerischen Neun-Yard-Linie warf der 36-Jährige das ovale Leder genau in die Arme von Xavier Rhodes. Der ließ sich nicht zweimal bitten und brachte den Ball über 100 Yards in die Endzone der Cardinals. 20:10-Führung für die Vikings.
100-Yard-Kickoff-Return von PAtterson
Im nächsten Anlauf machte Palmer das Ganze besser und fand wieder die eigenen Mitspieler, nicht den Gegner. Mit einem Wurf über 29 Yards in die Endzone erreichte der Spielmacher seinen Receiver Jermaine Gresham und ließ die Führung auf drei Punkte dahinschmelzen. Auftritt Cordarelle Patterson.
Der 25 Jahre alte Receiver fing den Kickoff der Cardinals und sorgte für ungläubiges Entsetzen auf der Gästebank. Über 104 Yards rannte Patterson den Ball zurück in die Endzone der Cards. Touchdown Vikings! Von dem Schock erholten sich die Gäste nicht mehr. Zumal auch die Defense im Schlussviertel aufdrehte. Insgesamt 23 (!) Hits musste Palmer im Laufe der Partie einstecken.
Ein weiterer TD gelang Arizona. Um mehr als Ergebniskosmetik handelte es sich dabei allerdings nicht. Endstand der Partie: 30:24. Die Vikings beenden damit den Negativtrend und tragen sich endlich wieder in die Gewinnerspalte ein. Mit solchen Leistungen scheint die Teilnahme an der Postseason eine Selbstverständlichkeit
Die Ergebnisse im Überblick:
Carolina Panthers 23:20 New Orleans Saints
Cleveland Browns 9:24 Pittsburgh Steelers
Dallas Cowboys 27:17 Baltimore Ravens
Detroit Lions 26:19 Jacksonville Jaguars
Indianapolis Colts 24:17 Tennessee Titans
Cincinnati Bengals 12:16 Buffalo Bills
Kansas City Chiefs 17:19 Tampa Bay Buccaneers
New York Giants 22:16 Chicago Bears
Minnesota Vikings 30:24 Arizona Cardinals
Los Angeles Rams 10:14 Miami Dolphins
San Francisco 49ers 17:30 New England Patriots
Seattle Seahawks 26:16 Philadelphia Eagles
Washington Redskins 42:24 Green Bay Packers















