Fabian Hambüchen führt das deutsche Olympia-Team der Turner bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an. Der Ex-Weltmeister strebt bei seiner vierten Olympia-Teilnahme seine dritte Medaille am Reck an.
"Das war eine Punktlandung, die nicht abzusehen war. Ich bin einfach glücklich, das Event mitzumachen. Es ist der Wahnsinn, dass wir das geschafft haben", sagte Hambüchen, der wegen einer hartnäckigen Sehnenentzündung in der Schulter in den vergangenen Monaten nicht voll trainieren konnte. Mit starken 16,000 Punkten am Reck am Samstag beim Qualifikations-Wettkampf in Frankfurt/Main allerdings bewies er, dass er sich der Top-Form nähert.
Neben dem Hessen nominierte der Deutsche Turner-Bund Mehrkampf-Meister Andreas Toba, den Olympia-Zweiten Marcel Nguyen, Lukas Dauser und Andreas Bretschneider für die Olympia-Riege. Ersatzmann ist der Berliner Philipp Herder. Die größten Medaillenchancen sieht Cheftrainer Andreas Hirsch am Reck durch Hambüchen und Bretschneider sowie am Barren durch Nguyen und Dauser.
Bundestrainerin Ulla Koch wurde die Nominierung leicht gemacht, denn bei der zweiten Olympia-Qualifikation hatten sich dieselben fünf Turnerinnen durchgesetzt wie zwei Wochen zuvor bei den deutschen Meisterschaften. Mit Medaillenchancen am Stufenbarren reisen Mehrkampf-Meisterin Sophie Scheder und Elisabeth Seitz nach Rio. Weiter zur Riege gehören die Balken-Spezialistinnen Pauline Schäfer und Tabea Alt sowie die routinierte Kim Bui. Als Ersatzturnerin ist Pauline Tratz in Rio dabei.
Die Vorschläge des DTB müssen noch durch den Deutschen Olympischen Sportbund bestätigt werden. Die letzte Nominierung erfolgt am Dienstag.