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Sweep-Gefahr! Ulm mit dem Rücken zur Wand

Ulm muss sich leistungstechnisch strecken
Ulm muss sich leistungstechnisch strecken
Foto: © imago sportfotodienst
11. Juni 2016, 21:30

ratiopharm Ulm ist nur noch eine Pleite von der Niederlage in der BBL-Finalserie entfernt. Im zweiten Spiel zeigte der tapfere Außenseiter eine starke Leistung und brachte die Brose Baskets phasenweise ins Wanken. Dennoch verloren die Ulmer nach Verlängerung und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. Den Bambergern dagegen winkt der Sweep.

Status quo: Die Chance, den Bamberger Sweep zu verhindern, war für ratiopharm ulm da – aber das Glück des Tüchtigen entschied sich am Mittwoch beim Verlängerungskrimi in Ulm dafür, die Brose Baskets für ihre überragende Saison zu belohnen. Vor dem dritten Spiel am Sonntag in der Brose Arena deutet jetzt vieles darauf hin, dass der Titelverteidiger seinen achten Meistertitel tatsächlich ohne Playoff-Niederlage perfekt macht. Das gelang in der Geschichte der Beko BBL bisher nur Leverkusen (1992 und 1994) und Berlin (1998 und 2002). Ebenfalls erst viermal gelang es einem Team in den Playoffs, aus einem 0:2 noch ein 3:2 zu machen. Die Ulmer setzen sich aber erst einmal das Ziel, aus dem 0:2 ein 1:2 machen und die Serie damit noch einmal zurück nach Ulm zu holen.

Bamberg führt 2:0: Die von Per Günther (19 Punkten und 6 Assists) angeführten Ulmer eröffneten Spiel eins mit einer 22:17-Führung. Doch mit einem 7/7 Dreier umfassenden 37:13-Lauf drehten die Brose Baskets das Spiel noch vor der Pause komplett auf ihre Seite und gewannen mit 26 Punkten (8/9 Dreier) von Darius Miller 101:82. Mit 6/7 Dreiern zu einer frühen 31:21-Führung trafen die Bamberger auch am Mittwoch in Ulm zunächst traumwandlerisch. Aber die wieder von Per Günther (20 Punkte und 8 Assists) angeführten Ulmer bissen sich ins Spiel und am Ende einer Overtime hatte Da’Sean Butler (bis dahin 5/5 Dreier) sogar den Sieg-Dreier auf der Hand. Aber der Ball sprang wieder aus dem Korb und Bamberg siegte mit 23 Punkten und 9 Assists von Brad Wanamaker 92:90.

Duell im Fokus: Per Günther und Brad Wanamaker waren am Mittwoch mit 20 bzw. 23 Punkten die Topscorer und mit je acht Assists auch die besten Passgeber ihrer Teams. Vor allem in der Bamberger Hälfte, wo Wanamaker den Ulmer Spielmacher zumeist auf Schritt und Tritt verfolgte, zählte dieses Katz-und-Maus-Spiel zu den Highlights des zweiten Finales (Günther kümmerte sich in der Ulmer Defense bevorzugt um Zisis und Strelnieks). In den letzten acht Minuten waren Günther und Wanamaker mit eigenen Punkten oder Assists an zwei Dritteln aller Punkte beteiligt. Auch über die gesamte Serie sind der Bamberger MVP (40 Punkte und 13 Assists) und der bärenstarke Playoffs spielende Ulmer Kapitän (39 Punkte und 14 Assists) die auffälligsten und effektivsten Akteure.

Zahlen, bitte: In den ersten beiden Spielen holten die Ulmer zwar mehr Rebounds. Gleichwohl hatten die Brose Baskets mit einer um fast zwanzig Prozent besseren Nahdistanzquote von 65 Prozent klare Vorteile am Brett gegenüber Ulm (46 Prozent). Umso mehr Bedeutung kommt der Dreierquote zu. Hier hatten die Bamberger in Spiel eins mit 67 Prozent (14/21) gegenüber ratiopharm ulm (4/19 = 21 Prozent) ebenfalls noch einen klaren Vorteil. Auch im erst in der Verlängerung entschiedenen zweiten Spiel am Mittwoch trafen die Bamberger ihre Dreier mit 56 Prozent (15/27) stark. Aber in eigener Halle trafen auch die Ulmer sehr gut. Die in Spiel zwei von ratiopharm am Mittwoch aufgelegten 57 Prozent Dreier (13/23) markierten sogar eine Ulmer Saisonbestleistung. Individuell setzte vor allem Bambergs Darius Miller mit 8/9 Dreiern im ersten und 3/3 im zweiten Finalspiel die Maßstäbe von der Dreierlinie. Im Saisonschnitt trifft "Killer-Miller" seine Dreier "nur" zu 49,3 Prozent.

Die Bilanz: Die Brose Baskets stehen zum elften Mal im Finale, das sie 2005, 2007, 2010, 2011, 2012, 2013 und 2015 gewonnen haben. Ulm steht nach 1998 und 2012 zum dritten Mal im Finale, hat dort aber noch nie ein Spiel gewonnen. Bei vier bisherigen Playoff-Duellen wurden die Ulmer von Bamberg 1996 (4:0 im Viertelfinale), 2012 (3:0 im Finale) und 2015 (3:0 im Halbfinale) „gesweept“. Einzig 1998 setzten sich die Ulmer mit 3:2 im Halbfinale durch. In der ewigen Bilanz gegen Ulm führen die Bamberger 62:18 (digital seit 1998 erfasst 34:5).Seit dem letzten Ulmer Sieg (72:59 im Dezember 2013) stehen schon elf Bamberger Siege in Serie zu Buche. In der aktuellen Saison gewannen die Brose Baskets am 1. November 93:83 in Ulm und 100:67 am 10. April in Bamberg.

Weise Worte: "Jetzt müssen wir in Bamberg gucken, dass wir Ulm die Dreier wegnehmen und offensiv nicht so viele Turnover haben. Wir haben im zweiten Viertel zu hektisch und zu schnell gespielt. Wir wollen zwar schnell spielen, aber nicht ganz so schnell wie Ulm" (Daniel Theis nach dem glücklichen Bamberger Verlängerungssieg am Mittwoch in Ulm). Beflügelt vom ersten Viertel, in dem den Brose Baskets mit 28 Punkten nahezu alles gelang, überdrehten die Bamberger im zweiten Viertel, wo ihnen bei sechs Ballverlusten nur noch elf Zähler gelangen. Mit ihrem geduldigen Passspiel und im Schnitt nur 70,8 Ballbesitzen pro Spiel (Platz 16 in der Beko BBL) bevorzugen die Brose Baskets normalerweise ein eher ruhiges Tempo.

Am Rande der Bande: Ulms Mannschaftskapitän Per Günther musste wegen des überraschenden Finaleinzugs schon eine wichtige Uni-Klausur, eine Reise zum Adele-Konzert nach Verona mit der Verlobten und den Junggesellenabschied absagen. Die Hochzeit mit seiner langjährigen Lebensgefährtin ist aber nicht in Gefahr – die wurde in Hagen vorsorglich auf den 2. Juli datiert. Da kann die Finalserie sogar noch über fünf Spiele gehen ...

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Telekom Baskets Bonn
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