Chronisch unterschätzt, aber ohne Zweifel einer der besten Angreifer des Weltfußballs: Real Madrids Mittelstürmer Karim Benzema fliegt häufig unter dem Radar, wenn es darum geht, die stärksten Offensivspieler des Planeten aufzulisten. Die Sexvideo-Erpressungsaffäre lenkte in letzter Zeit noch zusätzlich von Benzemas sportlicher Extraklasse ab.
Denn ein Blick auf die Statistik der aktuellen Spielzeit spricht wieder einmal für den Franzosen. Die Königlichen gewannen nur die Hälfte der Spiele, in der ihre Nummer neun nicht dabei war. Bei Reals Stolperern in der Liga gegen Sporting Gijón (0:0), Sevilla (2:3) und zweimal Málaga (0:0 und 1:1) stand Benzema jeweils nicht auf dem Platz. Die neun Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze und den FC Barcelona sind also auch eng mit seinen Fehlzeiten verknüpft.
Benzema liegt mit seinen 19 Saisontreffern zwar nur auf Rang drei der Torschützenliste hinter Luis Suárez (25) und Teamkollege Cristiano Ronaldo (22), liegt in der Effektivitätsrangliste der Primera División aber auf dem Spitzenplatz: Der 28-Jährige trifft alle 75 Minuten. Zum Vergleich: Suárez hat in dieser Hinsicht mit 86 Minuten pro Tor den zweiten, Gareth Bale mit 89 Minuten den dritten Rang inne.
Auch im für den Rekordmeister so immens wichtigen Derbi madrileño gegen Atlético am Samstag (ab 16:00 Uhr im sport.de-Liveticker) baut Real natürlich auf seinen effektivsten Mann, der seine Hüftprobleme überwunden hat - und nun auch seinen Atlético-Fluch hinter sich lassen will. In 21 Einsätzen gegen den Lokalrivalen gelangen Benzema bislang in seiner Karriere nämlich erst drei Treffer.































