Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Kramnys VfB eilt von Sieg zu Sieg

Hat gut Lachen: VfB-Coach Jürgen Kramny
Hat gut Lachen: VfB-Coach Jürgen Kramny
Foto: © getty, Christof Koepsel
07. Februar 2016, 10:30

Jürgen Kramny hat eine besondere Eigenschaft. Der Trainer des VfB Stuttgart redet außergewöhnlich schnell - aber was dann dabei herauskommt, ist meist betont sachlich, wohl überlegt und manchmal sogar etwas bieder.

Am Samstag hat seine Mannschaft in der Bundesliga zum vierten Mal nacheinander gewonnen. Der VfB siegte mit 4:2 (2:0) bei Eintracht Frankfurt und geht jetzt mit viel Selbstvertrauen in das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund. "Wir sind auch da nicht chancenlos", sagte Kramny knapp. Bei seinem Vorgänger Alexander Zorniger hätte sich am Ende auch niemand mehr gewundert, wenn er vollmundig verkündet hätte: "Dortmund? Die hauen wir weg!"

Die Stuttgarter sind aktuell die Mannschaft der Stunde in der Liga. Niemand sonst im Abstiegskampf spielt mit so viel Tempo und auch fußballerisch auf so einem hohen Niveau. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz 18 jetzt. Und wer diesen VfB auch in Frankfurt kombinieren und kontern sah, fragt sich: Wie konnte dieses Team noch Mitte Dezember selbst Tabellenletzter sein?

Kramny macht Zornigers Fehler nicht

Die Antwort darauf hat offensichtlich viel mit dem Wechsel von Zorniger zu Kramny zu tun. Der neue VfB-Trainer ist wohl auch deshalb so erfolgreich, weil er sich so sehr vom alten unterscheidet.

Bei Zorniger war immer die Frage, was nun brachialer ist: Seine Rhetorik, mit der er teilweise auch die eigenen Spieler brüskierte? Oder seine Taktik, die Woche für Woche die eigene Abwehr entblößte?

Über Kramny dagegen sagte der Stuttgarter Sportvorstand Robin Dutt am Samstag: "Er nimmt sich selbst nicht so wichtig. Dementsprechend fühlen sich alle in seiner Umgebung sehr wichtig."

Der Trainer gibt dem Team Stabilität

Natürlich ist in Frankfurt jeder gefragt worden, was sich unter Kramny alles verändert habe. Die Antwort darauf war immer gleich. "Wie haben jetzt eine gute Balance", sagte Daniel Didavi, mit einem Tor und einer gelb-roten Karte mal wieder der auffälligste Spieler. "Dass wir vorne die Qualität haben, um drei, vier Tore zu schießen, wussten wir immer. Aber wir waren zu anfällig. Jetzt sind wir viel stabiler."

Bei Kramny selbst klang das dann so: "Wir mussten im alten Jahr auf die Gegentore eingehen. Das waren zu viele. Wir mussten das Team stabilisieren. Die Siege gegen Braunschweig und Wolfsburg haben der Mannschaft ein anderes Selbstvertrauen gegeben. Danach haben wir im Trainingslager ein bisschen am Teamgeist gefeilt. Wir haben gewisse Abläufe automatisiert und in den Spielen auch gut umgesetzt. Es war wichtig, eine gute Ordnung auf den Platz zu bekommen."

Stuttgart erspielt sich hervorragende Ausgangsposition

Ordnung, Teamgeist, Stabilität: Mit seiner Art und seiner Arbeit hat Kramny den VfB vorerst befriedet und geerdet. Die Zweifel an dem 44-Jährigen waren selbst innerhalb des Vereins groß, wie der frühere Manager Fredi Bobic zuletzt ganz offen einräumte ("Ich halte ihn für einen guten Trainer, aber ich habe ihn in der Bundesliga nicht für den Trainer gehalten."). Mittlerweile folgen alle Kramnys Weg der kleinen Schritte. "Es werden auch noch Rückschläge kommen. Darauf müssen wir vorbereitet sein", sagte Christian Gentner.

Der Kapitän schoss in Frankfurt das wichtige 1:0 (27.). Die weiteren Stuttgarter Tore erzielten Didavi (45.+1), Georg Niedermeier (65.) und Filip Kostic per Foulelfmeter (76.). Frankfurt konnte durch Alexander Meier (52.) und Szabolcs Huszti (90.) nur zweimal verkürzen. Nach Didavi (67.) sah am Ende auch noch Eintracht-Verteidiger Carlos Zambrano (75.) Gelb-Rot.

Der VfB hat nun eine ideale Ausgangsposition vor dem Pokalspiel gegen Dortmund. Er hat einen Lauf in der Liga, er spielt zu Hause vor mehr als 50 000 Fans, aber er ist immer noch der Außenseiter. "Wir werden jetzt keine Kampfansage an Dortmund heraushauen. Aber wir werden uns auch nicht kleiner machen, als wir sind", sagte Dutt.

21. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
1
0
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
1
0
20:30
Fr, 06.02.
Beendet
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
1
0
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
BVB
2
1
15:30
Sa, 07.02.
Beendet
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
1
1
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
0
15:30
Sa, 07.02.
Beendet
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
2
1
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
1
0
15:30
Sa, 07.02.
Beendet
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
2
1
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
0
15:30
Sa, 07.02.
Beendet
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
0
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
2
1
15:30
Sa, 07.02.
Beendet
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
1
1
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
1
1
18:30
Sa, 07.02.
Beendet
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
1
0
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
2
1
15:30
So, 08.02.
Beendet
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
5
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
1
1
17:30
So, 08.02.
Beendet
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern21173179:196054
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB21146143:202348
3TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim21133544:281642
4RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig21123640:281239
5VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart21123638:281039
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen20113639:271236
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburg2186732:33-130
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt2177741:46-528
91. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin2167826:34-825
101. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln21651030:34-423
11Hamburger SVHamburger SVHamburger SV2057821:29-822
12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach2157925:34-922
13FC AugsburgFC AugsburgAugsburg21641124:39-1522
141. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0521561025:33-821
15VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg21541229:44-1519
16SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder21471022:39-1719
17FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli21451220:35-1517
181. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim21341419:47-2813
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane824
2FC Bayern MünchenLuis Díaz013
3VfB StuttgartDeniz Undav011
4FC Bayern MünchenMichael Olise010
Bor. MönchengladbachHaris Tabakovic010