Nur wenige Augenblicke nach der historischen Schmach im Schwergewichts-WM-Kampf gegen Tyson Fury hat Wladimir Klitschko eine Revanche angekündigt.
"Auf jeden Fall" werde es einen Rückkampf geben, sagte der 39-Jährige im RTL-Interview auf eine entsprechende Frage des Ex-Champions Lennox Lewis. Auch Klitschkos Manager Bernd Bönte bestätigte: "Es gibt eine Rückkampfklausel im Vertrag. Wir gehen davon aus, dass diese umgesetzt wird."
Und Klitschko, der in seinem 68. Profikampf seine vierte Niederlage kassierte, kann es kaum erwarten. "Mein Gesicht sieht nicht mehr vernünftig aus. Fury war die ganze Zeit sehr schnell. Ich bin ein Kämpfer und freue mich auf jede Herausforderung. Fortsetzung folgt", ergänzte der entthronte Ukrainer auf der Pressekonferenz nach demütigenden 12 Runden im Ring.
Auch der neue Weltmeister Fury, am Samstagabend in Düsseldorf einstimmiger Punktsieger, freut sich darauf. "Wenn es so kommt, wäre es eine Gnade für mich", sagte der Brite: "Ich bin dazu bereit. Der Rückkampf wird explosiv." Nach eigener Aussage wäre der 27-Jährige auch dazu bereit, wieder in Deutschland zu kämpfen.
Klitschko hat seine WM-Gürtel der Verbände WBA, WBO, IBF und IBO in der Düsseldorfer Esprit-Arena durch seine erste Niederlage seit 2004 an den zwölf Jahre jüngeren britischen Herausforderer verloren und ist damit nach neuneinhalb Jahren nicht mehr Weltmeister im Schwergewicht.

