Nachdem der Tush Push in der vergangenen Offseason ein großes Thema war, scheint das kontroverse Play in diesem Jahr in der NFL nicht mehr im Fokus zu stehen und dürfte Teil des Playbooks bleiben.
Der Großteil der NFL-Funktionäre kommt in dieser Woche in Indianapolis/Indiana zur Scouting Combine zusammen. Schon vorm Start der Talenteschau hat sich der Co-Chairman des Wettbewerbskomitees, Rich McKay (Atlanta Falcons) zur derzeitigen Lage und möglichen Regeländerungen in dieser Offseason geäußert. Das Thema Tush Push wird demnach wohl kein großes werden in den kommenden Wochen.
"Es gibt keinen Team-Vorschlag dazu, den ich bisher gesehen hätte", sagte McKay nach einem Tag voller Meetings bei der NFL Combine. "Ich würde es mir also eher nicht vorstellen. Aber man weiß ja nie."
Schon im September hatte etwa Adam Schefter von "ESPN" berichtet, dass in dieser Offseason nicht unbedingt mit einem weiteren Anlauf gerechnet werden sollte, was ein Verbot des Tush Push betrifft. Im vergangenen Frühjahr hatte ein entsprechender Antrag nicht die nötige Dreiviertel-Mehrheit der Teameigner erreicht und war damit gescheitert.
Nicht viele Regeländerungen zu erwarten
Generell erwartet McKay kein "großes Jahr" für Regeländerungen. "Das Spiel befindet sich an einem ziemlich guten Punkt", sagte McKay. Zudem habe er bislang keinen Vorschlag bezüglich der Änderung der Setzliste für die Playoffs gesehen, nachdem es dazu auch in der vergangenen Saison mal wieder Diskussionen gegeben hatte. Im Kern stand erneut das Problem, dass ein Division-Gewinner mit einer schlechteren Bilanz als eine Wild-Card-Team dennoch immer Heimrecht hätte.
Das Komitee hatte zudem eine lange Unterhaltung über die Catch-Regel der NFL. Nach einer Reihe kontroverser Entscheidungen im Jahr 2025 - insbesondere in Bezug auf das Zeit-Element, das für einen gültigen Catch erforderlich ist - sagte McKay: "Unsere heutige Technologie ist außergewöhnlich; die Möglichkeit, Bild für Bild vorzugehen und alles zu verlangsamen, ist für viele Dinge eine großartige Lösung, bringt aber für andere auch Herausforderungen mit sich. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Regeln in ihrer schriftlichen Form nicht nur mit dem Geschehen auf dem Spielfeld übereinstimmen, sondern auch damit, wie es in der Zeitlupe wahrgenommen wird."







