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Spannender Verdacht

Gehen sich Deutschlands Biathlon-Stars "auf den Sack"?

Nur eine Olympia-Medaille für das deutsche Biathlon-Team
Nur eine Olympia-Medaille für das deutsche Biathlon-Team
Foto: © IMAGO/Zoonar.com/Joachim Hahne
23. Februar 2026, 07:39
sport.de
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Olympiasieger Michael Rösch sieht Erklärungsansätze für die schwache Ausbeute des deutschen Biathlon-Teams bei den zurückliegenden Winterspielen - und hat einen Verdacht, was mögliche interne Probleme angeht.

"Wir sind in vielen Aspekten Weltspitze, vom Fördersystem über die Wettkampfstätten, wir haben Wissenschaftler und super Material", sagte der 42-Jährige bei "Eurosport. "Man kann sich fragen, ob das nicht zu viel ist, man sich ins gemachte Nest setzt und den Druck nicht spürt."

Die Athletinnen und Athleten des DSV hatten bei den olympischen Wettbewerben in Antholz lediglich eine einzige Medaille geholt, Bronze in der Mixed-Staffel - eine historisch schwache Ausbeute.

Rösch empfahl den Deutschen einen Blick "nach recht und links". Er führte aus: "Man sollte vielleicht schauen, was andere Nationen machen. Die lassen sich in Sachen Material sicher nicht in die Karten schauen, aber was das Training angeht, kann man von anderen Nationen sicher profitieren, das habe ich zu meiner Zeit auch gemacht."

Der DSV, betonte Rösch, müsse sich grundsätzlich fragen, "wie man Großereignisse angeht. Hier stellt sich die Frage nach der Unterkunft, die Deutschen waren alle in einem Haus, vielleicht geht man sich nach drei Wochen dann auch mal auf den Sack und das bringt das Teamgefüge durcheinander".

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Biathlon: DSV-Sportdirektor Bitterling kündigt Analyse an

DSV-Sportdirektor Felix Bitterling hatte im "ZDF" zwar zugegeben: "Wir sind auch enttäuscht." Die Alarmglocken schrillten bei ihm aber dennoch "nicht wahnsinnig laut".

Viele Probleme, die sich in den Olympia-Tagen gezeigt haben, seien schon vorher bekannt gewesen. Man habe auch daran gearbeitet, "aber wir müssen uns ganz klar auf die Fahne schreiben, dass wir es hier bei diesem Event einfach nicht geschafft haben, mit der Mannschaft, die wir haben, unsere Top-Leistung abzurufen".

Es gebe individuelle wie strukturelle Probleme, gestand Bitterling ein. "Das eine ist der Status quo, die Mannschaft, die wir hier haben und wo es darum geht, dass die ihr Bestes abrufen kann. Diese Mannschaft kann mehr als sie gezeigt hat. Das ist ganz klar eine Sache, die wir analysieren müssen, um es für die nächsten Jahre einfach besser zu machen."

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