Der VfB Stuttgart lässt in einer intensiven und wilden Partie gegen den 1. FC Heidenheim Punkte liegen. Für viele Diskussionen sorgen die Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß ist sauer.
Im Kampf um die Champions-League-Plätze hat der VfB Stuttgart auf dem Schlossberg in Heidenheim einen Dämpfer kassiert. Trotz einer frühen Führung lagen die Schwaben zwei Mal zurück und brauchten einen Treffer von Joker Deniz Undav in der Schlussphase, um noch das 3:3 zu erzielen und einen Punkt von der Ostalb mitzunehmen.
Einige Entscheidungen des VAR und Schiedsrichters Sascha Stegemann sorgten für eine "brisante" Partie, wie es VfB-Coach Hoeneß ausdrückte.
Nach der Partie hatte Hoeneß nach eigenen Angaben mit Schiedsrichter Stegemann gesprochen. "Wir haben uns über das Spiel unterhalten", berichtete Hoeneß bei "DAZN", ohne weiter ins Detail gehen zu wollen.
Es sei ein Spiel gewesen, in dem "viele Dinge passiert sind", fasste es der VfB-Trainer zusammen.
Achterbahn der Gefühle beim VfB Stuttgart
Unzufrieden war Hoeneß vor allem mit der Elfmeterentscheidung zugunsten Heidenheims in der 30. Minute beim Stand von 1:1. Zu diesem Strafstoß führte eine kuriose Szene. Erst kamen Maxi Mittelstädt und Eren Dinkci im Stuttgarter Sechzehner in einen Zweikampf, im direkten Konter erzielte Ermedin Demirovic dann das vermeintliche 2:1 für den VfB. Doch dann funkte der VAR Stegemann an. Der Treffer von Demirovic war zwar an sich korrekt. Doch just die Szene zum Stuttgarter Ballgewinn bewertete der Referee als Foulspiel und somit als Foulelfmeter. Arijon Ibrahimović traf für die Gastgeber. Statt 2:1 für Stuttgart stand es nun also 2:1 für Heidenheim. Eine Achterbahn der Gefühle.
"Ich sehe den Kontakt, unmittelbar danach aber gibt es einen Block von Maxi", sagte Hoeneß zur entsprechenden Szene, die zum Elfmeter führte. "Sorry, Leute. Da jetzt von außen zu intervenieren, was dann bedeutet, dass wir kein Tor machen. Das geht nicht, das verstehe ich nicht. Ist mir zu wenig", sprach Hoeneß Klartext.
Für ihn sei diese Aktion trotz des Kontakts am Fuß "kein Elfer". "Es ist eine Zeitlupe. Mit dem rechten Fuß gibt es fast zeitgleich einen Block. Das ist ein Zweikampf, der im Mittelfeld nie gepfiffen wird. Für mich ist das keine klare Fehlentscheidung“, so Hoeneß. Auf Nachfrage erklärte er, dass sich der VAR hierbei nicht einschalten sollte.
Hoeneß mit Schiedsrichterentscheidungen unzufrieden
"Aus unserer Sicht ist es Wahnsinn. Wir machen auf der anderen Seite ein Tor. Dass es dann Elfmeter gibt, damit war aus meiner Sicht nicht zu rechnen", fasste Hoeneß seinen Gemütszustand zusammen.
Kurz vor der Halbzeit kam der VfB ebenfalls durch einen Elfmeter, den Mittelstadt verwandelte, zurück. Nach dem Seitenwechsel wurde ein weiterer Treffer von Demirovic wegen hauchdünnen Abseits und VAR-Intervention zurückgenommen. "Das ist schon hart, wenn man die Grafik sieht", sagte Hoeneß zu der mit bloßem Auge kaum erkennbaren Abseitsstellung.
Auch bei der Entstehungsgeschichte zur erneuten Heidenheimer Führung zeigte sich Hoeneß mit der Entscheidungsfindung unzufrieden. Seiner Ansicht nach war VfB-Verteidiger Ramon Hendriks zuvor im Mittelfeld gefoult worden. Der 43-Jährige hätte sich gewünscht, dass sich der Referee diese Szene selbst anschaut.
Die zwischenzeitliche 3:2-Führung durch Conteh glich am Ende noch der eingewechselte Deniz Undav aus. So nahm der VfB doch noch einen Punkt mit.






























