Für Borussia Dortmund bedeutete das 2:2 gegen RB Leipzig am Samstag einen Rückschlag im Titelrennen mit dem FC Bayern. In der Chefetage des BVB wird man deshalb trotzdem nicht nervös.
Der Ausgleichstreffer von Fabio Silva tief in der Nachspiel war für Borussia Dortmund am Samstag in Leipzig ein emotionaler Sieg. Im Fernduell mit dem FC Bayern büßte man durch das Remis trotzdem Punkte ein.
Carsten Cramer, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb beim BVB, behält weiterhin das große Ganze im Blick. Die Favoritenrolle in der Titelfrage schiebt er aber nach München.
"Wenn mir einer gesagt hätte, dass wir nach 23 Spielen 52 Punkte haben - Respekt. Ich kann auch nichts dafür, dass die Bayern so gut Fußball spielen, sie machen es nun einmal überragend gut. Das muss man einfach mal anerkennen", sagte Cramer am Sonntag im Format "Bild Sport".
Kritik am BVB sei mit Blick auf den Saisonverlauf völlig unangebracht. "Vielleicht arbeitet ihr euch auch mal an den anderen ab, denn wir haben mit unseren 52 Punkten eine gute Basis gelegt", so seine Worte.
BVB im Schlotterbeck-Poker optimistisch
Mehrere BVB-Spieler hatten zuletzt die Meisterschaft als Ziel ausgeben. Dem wollte sich Cramer selbst nicht anschließen. Dennoch freut ihn die Ambition in der Mannschaft, die von Spielern wie Nico Schlotterbeck ausgeht.
"Ich finde Nico und seinen Ehrgeiz richtig gut. Das sind die Spieler, die wir für den BVB spielen lassen wollen", so der Marketingchef. "Aus unserer Sicht spricht man gestern von einem verdienten Punkt und wir sind happy. Die Spieler waren aber eher unzufrieden, für die war das Glas halbleer. Die sind natürlich ambitioniert."
Für den BVB sei deshalb klar, dass ein Leader wie Schlotterbeck langfristig an Bord bleiben sollen. Mit dem Verteidiger stecken die Westfalen seit Wochen in kniffligen Vertragsgesprächen.
"Wir haben ihm attraktive Zahlen präsentiert. Aber ich will das auch nicht öffentlich ausführen, denn das gehört sich nicht. Es steht dem Spieler zu, für sich die bestmögliche wirtschaftliche Lösung zu finden", machte Cramer deutlich.
"Ich bleibe zuversichtlich. Und Nico gibt mir auch nicht das Gefühl, dass diese Zuversicht unbegründet ist", so sein Einschätzung zum laufenden Poker.

































