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Bayern nach Overtime-Drama im Pokal raus

Alexander Trienitz im Duell mit Justinian Jessup
Alexander Trienitz im Duell mit Justinian Jessup
Foto: © IMAGO/SID/Alexander Trienitz
21. Februar 2026, 21:26

Ungläubig stemmte Andreas Obst die Hände in die Hüften und beobachtete die Jubeltraube der BMA365 Bamberg Baskets. Es sollte die große Rehabilitation seiner Bayern nach der Halbfinal-Schmach des Vorjahres werden. Nach dem dramatischen 97:103 (83:83, 36:34) in der Verlängerung ist klar: Die bösen Geister sind noch immer da - und der deutsche Meister wartet weiter auf den sechsten Pokalerfolg seiner Vereinsgeschichte.

"Das ist eine harte Niederlage für uns", sagte Nenad Dimitrijevic konsterniert am Anschluss bei Dyn. "Im Pokal gibt es keine Favoriten. Wir haben diese Saison in so vielen Partien Charakter gezeigt und kommen auch hier zurück, aber in der Verlängerung hat Bamberg viele schwierige Würfe getroffen, sie hatten zu viele Schlüsselmomente in den Offensiv-Rebounds."

57 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Bayern von Coach Svetislav Pesic im Münchner SAP Garden noch mit sechs Punkten zurück, doch retteten sich mit einem starken Schlussspurt in die Overtime. Dort hatten die Bamberger auch dank vier verwandelten Dreiern aber das bessere Ende für sich. Aufseiten der Bayern war Dimitrijevic mit 24 Punkten bester Werfer. Ibi Watson-Boye (24) und Cobe Williams (22) glänzten als beste Schützen für die Bamberger.

Alba löst Finalticket

Wer eine klare Sache für den Gastgeber erwartet hatte, sah sich getäuscht. Zwar brannten die Bayern nach dem überraschenden Halbfinal-Aus im Vorjahr gegen den späteren Titelträger Syntainics MBC merklich auf Wiedergutmachung, doch die Dominanz ging dem Branchenprimus gegen den Underdog vorerst ab, zu fahrig agierten die Bayern am Korb. Die Oberfranken fanden ihrerseits mit ihrem Tempo und Fastbreaks ins Spiel.

Gegen Ende wurde es hektisch: Zwar drehte für den FCB dann vor allem Welt- und Europameister Obst mit mehreren Weltklasseaktionen auf. Doch im Dreier-Spektakel in der Overtime behielt der Underdog die Oberhand.

Im Finale um den siebten Pokalerfolg seiner Vereinsgeschichte trifft Bamberg am Sonntag (16.30 Uhr/Dyn) auf Alba Berlin. Anders als die Bayern wurde der Rekordpokalsieger (11 Titel) seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang die EWE Baskets Oldenburg am Samstagabend im zweiten Halbfinale souverän mit 98:78 (46:38).

Bamberg Baskets
Bamberg Baskets
Bamberg
74
15
21
16
22
ALBA BERLIN
ALBA BERLIN
ALBA
72
22
15
21
14
16:30
So, 22.02.
Beendet
vollständiger Spielplan

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