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Maximale Enttäuschung für Eisschnelllauf-Team

Die deutschen Eisschnellläufer gehen in Mailand leer aus
Die deutschen Eisschnellläufer gehen in Mailand leer aus
Foto: © AFP/SID/GABRIEL BOUYS
21. Februar 2026, 16:49

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) verlässt die Olympischen Winterspiele zum vierten Mal nacheinander ohne Medaille.

Der einstige Erfolgsverband ging am Samstag in Mailand auch am letzten Wettkampftag der Eisschnellläufer leer aus und drehte wie bereits 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking eine Nullrunde. Deutsche Shorttracker waren in Norditalien gar nicht erst am Start gewesen.

Der Erfurter Felix Maly, als Sechster des Gesamtweltcups nach Mailand gereist, belegte im Massenstart-Halbfinale ohne Punktgewinn den 13. Platz und schied aus. Fridtjof Petzold (Crimmitschau) wurde im zweiten Männer-Halbfinale 14. von 15 Läufern. Bei den Frauen zeigte Maira Jasch (Inzell) ein couragiertes Rennen, verpasste als Halbfinal-Neunte das Medaillenrennen der besten 16 aber ebenso wie Josie Hofmann (Erfurt/11.).

Die deutschen Hoffnungen hatten in Mailand vor allem auf Shootingstar Finn Sonnekalb gelegen. Der 18 Jahre alte Olympiadebütant konnte sein Potenzial auch bedingt durch einen Infekt aber nicht abrufen. Auf seiner Nebenstrecke 1000 m war der Erfurter Zwölfter geworden, auf seiner Spezialstrecke 1500 m kam Sonnekalb nicht über den 13. Platz hinaus.

Die DESG steht sportlich und offenbar auch strukturell weiter in der Krise. Laut eines Beitrags der ARD vom Beginn der Spiele wächst der Unmut unter den Athleten gegenüber der Verbandsspitze um DESG-Präsident Matthias Große, den Lebensgefährten der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein. Große will sich auf einer Pressekonferenz in Berlin am kommenden Donnerstag zu den im ARD-Beitrag erhobenen Vorwürfen äußern.

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