Als Tabellenführer Bayern München für seine leichtsinnig verteilten Geschenke nicht bestraft worden war, atmete Trainer Vincent Kompany erleichtert durch. Lange Zeit war der Auftritt des deutschen Rekordmeisters beim 3:2 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt souverän, doch nachdem Harry Kane sowie Joshua Kimmich in Kombination mit Min-Jae Kim zwei Gegentreffer verschuldeten, begann das große Zittern. Mario Götze vergab tief in der Nachspielzeit aber die Chance zum Ausgleich.
"Mit dem Spiel bin ich 75 Minuten zufrieden. Daraus müssen wir lernen. Solche Momente dürfen wir nicht haben. Zum Glück haben wir die drei Punkte", sagte Jamal Musiala bei "Sky" und mahnte: "Wir müssen unsere Energie und unseren Fokus immer bei 100 Prozent haben. Egal in welchem Spiel und in welcher Minute."
Aleksandar Pavlovic (16.) und Doppelpacker Harry Kane (20., 68.) trafen für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany zum vierten Sieg in Serie, das kleine Zwischentief von Ende Januar scheint endgültig überwunden. Die Eintracht, für die Jonathan Burkardt (77./Foulelfmeter) und Arnaud Kalimuendo (86.) noch verkürzten, kassierte nach einem Unentschieden und einem Sieg dagegen die erste Niederlage unter ihrem neuen Trainer Albert Riera und droht, die internationalen Ränge weiter aus den Augen zu verlieren.
Kompany wollte die bevorstehende Partie beim BVB komplett ausblenden, es gebe "keine Hierarchie von Spielen", betonte der Belgier - seine Startaufstellung spiegelte das wider. Trotz einer drohenden Gelbsperre stand Joshua Kimmich in der ersten Elf, zudem gab Jamal Musiala nach mehr als zehn Monaten sein Startelf-Comeback in der Bundesliga. Jonas Urbig ersetzte wie erwartet den verletzten Kapitän Manuel Neuer im Tor.
Bock der FCB-Defensive
Viel zu tun hatte der 22-Jährige aber nicht - im Gegenteil. Die Münchner drückten von Beginn an mächtig aufs Tempo und ließen Frankfurt kaum Luft zum Atmen. Die SGE versuchte zwar immer wieder, über Konter für Entlastung zu sorgen, auch diese erstickten die Bayern jedoch meistens schon im Keim. Zu allem Überfluss patzte dann auch noch Torwart Kaua Santos.
Dem Frankfurter Keeper rutschte der Abschluss von Pavlovic, der nach einem geklärten Eckball direkt von der Strafraumkante abschloss, unter den Händen durch. Nur wenig später erhöhte Kane, der vor dem Spiel für die erreichte Marke von 500 Karriere-Toren geehrt worden war, ebenfalls nach einer Ecke. Für den englischen Toptorjäger war es auf seiner Jagd nach der Rekordmarke von Robert Lewandowski (41 Tore) der 27. Treffer im 23. Liga-Spiel der Saison.
Die zweite Halbzeit begann für die Gastgeber dagegen nicht wie gewünscht. Alphonso Davies musste verletzt ausgewechselt werden, beim Gang vom Platz zog sich der Kanadier das Trikot ins Gesicht und musste von seinen Mitspielern getröstet werden. Die zeigten sich davon jedoch gänzlich unbeeindruckt. Luis Díaz (54.), Michael Olise (55.) und Kane (59.) vergaben innerhalb kürzester Zeit beste Chancen.
Doch auch auf der Gegenseite wurde es plötzlich brenzlig. Der eingewechselte Burkardt (62.) traf nach einem schnellen Gegenstoß nur den Pfosten. Wenig später ließ Kane sein 28. Saisontor folgen - und foulte auf der Gegenseite Oscar Höjlund im Strafraum. Nach dem Anschluss von Kalimuendo, dem ein böser Patzer von Min-Jae Kim vorausgegangen war, wurde es noch einmal spannend.





























