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"Sobald er gewinnt, wird er happy sein"

Steiner spricht über Verstappens Generalkritik

Günther Steiner äußerte sich zur neuen Formel-1-Technologie
Günther Steiner äußerte sich zur neuen Formel-1-Technologie
Foto: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Erlhof
20. Februar 2026, 19:26
sport.de
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In rund zwei Wochen startet die Formel 1 in ihre neue Saison. Es wird der Start einer neuen Technik-Ära sein, die bislang nicht überall für Begeisterungsstürme sorgte. Vor allem die mehrmaligen F1-Weltmeister Lewis Hamilton, Max Verstappen und Fernando Alonso hatten zuletzt ihre Skepsis bezüglich der neuen Antriebseinheiten geäußert. Haben die Champions, von denen Max Verstappen die lauteste Kritik formulierte, mit ihren Vorbehalten Recht? Der langjährige Formel-1-Teamchef und heutige TV-Experte Günther Steiner gab gegenüber RTL/ntv und sport.de nun seine eigene Einschätzung ab.

Geht es in der neuen Formel 1 zu viel um Energiemanagement statt um pures Racing? Ist die Königsklasse des Motorsports zu technisch, gar zu kompliziert geworden? Wird künftig zu viel künstliche Spannung erzeugt statt echter Duelle auf der Straße? 

Max Verstappen war zuletzt in seiner Einschätzung eindeutig, meinte über die neuen Formel-1-Regularien unter anderem: "Als Fahrer genieße ich es, Vollgas zu geben. Im Moment kann ich das aber noch nicht tun. Diese Autos machen ehrlich gesagt nicht viel Spaß. Ich will einfach nur normal fahren. Jetzt erleben wir aber einen großen Rückschritt." 

Fernando Alonso und Lewis Hamilton hatten sich ähnlich geäußert, Ferrari-Star Hamilton etwa meinte: "Kein Fan wird das verstehen. Es ist so komplex, so lächerlich komplex."

Steiner über Verstappen: "Er ist der Beste im Moment"

So schlimm, wie es das hochdekorierte Fahrertrio beschrieb, wird es nach Ansicht von Günther Steiner aber nicht werden. Im exklusiven Gespräch mit RTL/ntv und sport.de meinte der Südtiroler auf die Verstappen-Kritik angesprochen: "Ich verstehe die Kritik von Max, weil so eine große Änderung da ist. Und wir wissen, Max ist ein Racer. Er würde am liebsten mit einem V10- oder V12-Motor fahren – wie es früher mal war. Max ist aber auch ein Rennfahrer, der überall schnell sein kann. Und sobald er wieder versteht, dass er etwas gewinnen kann, gewöhnt er sich an die neue Technologie."

Sofern der viermalige Champion mit Red Bull erneut um die Meisterschaft mitfahren kann, wird auch die Verstappen-Kritik leiser werden, ist sich Steiner sicher: "Er wird happy genug zu sein, um für den WM-Titel zu kämpfen. Das will er ja und er ist der beste Rennfahrer im Moment. Du musst als Fahrer mit dieser neuen Energierückgewinnung umdenken, eine ganz neue Strategie erfinden. Das ist einfach anders. Wir Menschen mögen keine großen Veränderungen. Aber sobald er anfängt zu gewinnen, wird er happy sein mit dem Auto."

Steiner: "Reglement ist sehr spannend"

Steiner selbst, der von 2014 bis 2024 Teamchef bei Haas in der Formel 1 war, sieht das neue Reglement in der Formel 1 ohnehin bei weitem nicht so kritisch, sagte dazu unter anderem: "Wir haben dieses Jahr das neue Reglement, was eine Neuerfindung des Formel-1-Autos ist. Es hat noch nie eine so große Änderung gegeben. Die Autos sind kleiner geworden, was ja sehr gut ist. [...] Es ist auch viel Kritik entstanden wegen des Elektroantriebs, der jetzt 50 Prozent der Leistung bringt."

Zunächst sei es nun wichtig, den Teams und den Fahrern genügend Zeit einzuräumen, sich mit den neuen Boliden und dem neuen Regelwerk noch besser zurechtzufinden: "Das Reglement ist sehr spannend. Und wenn man sieht, dass so viele intelligente Leute, gute Ingenieure sich neu orientieren müssen, ist das schon cool. Die müssen sich neu erfinden und dann kommt immer was Gutes raus", ist sich der 60-Jährige sicher.

Nach den abgeschlossenen Testfahrten in Bahrain geht es am Wochenende des 6. bis 8. März im australischen Melbourne mit dem ersten Grand Prix des Jahres so richtig zur Sache. 

 

 

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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