Die Olympische Biathlon-Staffel der Frauen endete am Mittwoch mit dem nächsten Gold-Rausch für Frankreich. Norwegens Legende Johannes Thingnes Bø hob anschließend allen voran Schlussläuferin Julia Simon hervor, die in seinen Augen eine einzigartige Qualität mitbringt.
Das französische Gold in der Biathlon-Staffel der Frauen war am Mittwoch nur wenige Minuten in Gefahr. Startläuferin Camille Bened leistete sich eine Strafrunde und gab Lou Jeanmonnot beim ersten Wechsel einen Rückstand von rund einer Minute mit.
Jeanmonnot sorgte anschließend jedoch schnell für klare Verhältnisse. Die derzeit wohl beste Biathletin der Welt holte den Rückstand komplett auf und brachte ihr Team wieder auf Gold-Kurs. Océane Michelon und Julia Simon ließen der Konkurrenz an den Positionen drei und vier keine Chance und sicherten Frankreich den nächsten Olympiasieg.
Biathlon-Coach bangt nur kurz um Gold
"Als ich gesehen habe, dass Lou das Team wieder in die Spur bringt, habe ich mir gesagt, dass uns nichts mehr stoppen kann", verriet Chefcoach Cyril Burdet in der Mixed-Zone, dass er nicht wirklich um Gold fürchtete.
Zu verdanken war das auch wieder einmal Simon, die als Schlussläuferin einen gewohnt guten Job machte, mit zwei Nachladern durchkam und wie so oft in ihrer Karriere mit der französischen Nationalflagge in der Hand über die Linie lief.
Bø: Julia Simon die "beste Staffel-Läuferin aller Zeiten"
Norwegens Legende Johannes Thingnes Bø vergab anschließend ein Lob, das nicht größer hätte sein können.
"Für mich ist Julia Simon die beste Staffel-Läuferin aller Zeiten", schwärmte er am "NRK"-Mikrofon. Die 29-Jährige gehöre für ihn in das geschlechterübergreifende All-Star Team der Spiele, so der Norweger weiter.
"Sie ist auf dieser Strecke fantastisch. Sie schießt schnell und schießt zehn Treffer. Sie scheint bei dieser Olympiade die einzige zu sein, die keine Angst davor hat, den ersten Schuss abzusetzen", begründete Bø seine Einschätzung zur zehnmaligen Weltmeisterin, die seit den Tagen von Antholz auch dreimalige Olympiasiegerin ist.



