Sportlich erlebte Borussia Dortmund am Dienstag in der Champions League einen Abend nach Maß. Überschattet wurde der 2:0-Erfolg des BVB im Playoff-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo allerdings von heftigen Meinungsverschiedenheiten hinter den Kulissen.
Zwischen den Chefs von Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo herrscht aktuell ein eisiges Verhältnis. Schon vor dem K.o.-Spiel in der Champions League haben die Italiener am Dienstag mit dem Protokoll gebrochen, um ihre Missgunst auszudrücken.
Atalantas Präsident Antonio Percassi erklärte gegenüber "Sky Italia" die Hintergründe und erhob schwere Vorwürfe gegen seine Dortmunder Kollegen.
Im Zentrum des Streits liegt der Transfer von Jugendspieler Samuele Inacio von Atalanta zum BVB im Sommer 2024. Laut Percassi habe die Chefetage der Schwarzgelben beim Abwerbeversuch des damals 16-jährigen Offensivspielers gegen die Regularien der FIFA verstoßen.
"Es hat an Respekt gemangelt. Es ist bedauerlich, dass ein Verein dieser Größenordnung die Angelegenheit nicht klären will. Der Junge ist bei uns groß geworden. Es gibt eine Frist, innerhalb derer man handeln kann, und diese wurde deutlich überschritten", polterte Percassi, ohne wirklich konkret zu werden.
Inacio gegen Atalanta im BVB-Kader
"Vereine müssen einander respektieren: Dortmund kann nicht einfach kommen und aus Atalantas Jugendakademie stehlen. Das ist eine offene Wunde. Aus juristischer Sicht sind wir überzeugt, im Recht zu sein", legte Percassi nach.
Die Details in der Causa blieben vage. Unklar ist auch, ob sich Atalanta noch auf formalen Wege gegen den Wechsel zur Wehr setzt.
Wie Percassi verriet, habe man zumindest das offizielle Mittagsessen der Vereinschefs vor der Champions-League-Partie aufgrund der Streitigkeiten boykottiert. "Ich habe mich trotzdem mit dem Geschäftsführer von Borussia getroffen und ihm die Situation noch einmal erklärt", so der 45-Jährige weiter.
Besonders brisant: Inacio stand am Abend gegen seinen alten Klub im Kader des BVB. Niko Kovac hatte zuletzt bereits angedeutet, dass er dem Youngster eine große Karriere zutraut.





























