Schon vor dem Saisonauftakt in der Formel 1 liegen bei dem ein oder anderen Team die Nerven blank. Besonders heftig soll es derzeit bei Aston Martin zugehen.
"Sport Bild" berichtet von mehreren Krisengesprächen zwischen Teambesitzer Lawrence Stroll und seinem Führungspersonal rund um die Testfahrten in Bahrain. Es heißt, dabei soll es teilweise auch laut zugegangen sein.
In den sozialen Netzwerken kursierende Videos passen ins Bild: Sie zeigen Stroll mit offensichtlich schlechter Laune beim Verlassen des Formel-1-Fahrerlagers.
Aston Martin fürchtet offenbar, zu Saisonbeginn das Schlusslicht der Motorsport-Königsklasse zu sein. Ein Indiz: In Bahrain fuhren Fernando Alonso und Lance Stroll teilweise langsamere Zeiten als Neuling Cadillac.
Das britische Fachportal "The Race" hatte zudem berichtet, bei Aston Martin komme es auf diversen Schlüsselpositionen zu enormen personellen Veränderungen. Es hieß, dass unter anderem die Renningenieure von Alonso und Stroll jr. ausgetauscht werden bzw. schon wurden.
Formel 1: Aston Martins Getriebe macht Sorgen
Der spanische Formel-1-Altmeister wird demnach während der Rennen ab sofort von Chris Cronin betreut. Alonsos bisheriger Renningenieur Andrew Vizard bleibt zwar im Team des zweimaligen Weltmeisters, wird aber nicht mehr als Stimme im Ohr fungieren.
Gary Cannon, bisheriger Renningenieur von Lance Stroll, wird derweil auf einen anderen Posten versetzt. Sein Nachfolger wird Stephen Glass, der bereits seit 2019 Teil des Teams ist, das damals noch unter dem Namen Racing Point in der Formel 1 an den Start ging.
Die spanische Zeitung "Marca" berichtete in dieser Woche, dass ein Großteil der Probleme auf der Strecke mit Aston Martins Getriebe zusammenhängt. Die Rede war in diesem Zusammenhang von einem denkbaren Komplettaustausch. Bis dieser Prozess abschließend vollzogen ist, könnten laut Angaben der Zeitung jedoch bis zu sechs Monate vergehen.


