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Vikings, Cowboys und Co.

So kommen die NFL-Teams 2026 aus der Cap-Hölle

George Pickens wird die Cap-Situation der Cowboys nochmal erschweren
George Pickens wird die Cap-Situation der Cowboys nochmal erschweren
Foto: © IMAGO/Matthew Pearce/Icon Sportswire
19. Februar 2026, 13:47
sport.de
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Anfang März müssen alle Teams der NFL unter der Salary Cap liegen. Während der Großteil der Klubs das bereits geschafft hat, gibt es noch einige, die ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht haben. sport.de zeigt, wie das Ziel zu erreichen ist.

Das Liga-Jahr 2026 beginnt am 11. März. Bis dahin müssen die Teams unter der Gehaltsobergrenze für die kommende Saison liegen, die laut NFL zwischen 301,2 und 305,7 Millionen Dollar liegen wird. Bei Redaktionsschluss dieses Artikels sind noch zehn Teams über der Grenze gemäß "Over The Cap", das aktuell mit einer Summe von 303,5 Millionen Dollar spekuliert.

Für den Großteil dieser Teams wird es ein Leichtes sein, unter die Grenze zu kommen, da man sich nur leicht im Minus befindet. Fünf der betroffenen Teams liegen derzeit nicht mal zehn Millionen Dollar über der Cap, weshalb wir uns mit diesen gar nicht groß befassen werden. Interessanterweise zählen zu diesen Teams auch die New Orleans Saints, die in den vergangenen Jahren immer mit hohen zweistelligen Millionenbeträgen im Minus lagen zu dieser Zeit des Jahres.

Ihr Weg aus der diesjährigen Cap-Hölle ist mit nur -6 Millionen Dollar schnell bewältigt: Nimmt man etwa den Vertrag von Edge Rusher Chase Young her, der mit 20,5 Millionen Dollar die höchste Cap Number des Teams hat, und wandelt den Großteil seines Gehalts (14,8 Mio.) in einen Signing Bonus um, dann würde man etwas weniger als elf Millionen Dollar an Cap Space einsparen und hätte damit die schwarzen Zahlen schon erreicht. 

Entsprechend befassen wir uns nun mit den härteren Fällen dieses Jahres: Bills, Jaguars, Cowboys und Vikings. Die größte Hürde hatten allerdings die Chiefs zu überwinden, die vor wenigen Tagen noch mit -54,9 Millionen Dollar in der Kreide standen. Jedoch habe ich denen bereits einen eigenen Artikel im Dezember gewidmet! Und es sei erwähnt, dass sie den zu erwartenden Restructure-Schritt mit Patrick Mahomes' Vertrag mittlerweile bereits gegangen sind und so ihr Minus auf nur noch 11,35 Millionen Dollar gedrückt haben. Der Rest wird wie im Artikel beschrieben von statten gehen ...

Video: Die Highlights der NFL-Saison

Diese Teams haben den wenigsten Cap Space 2026

NFL: Die Bottom-5 nach Cap Space 2026 (Quelle: Over The Cap)
PlatzTeamCap Space (Mio. Dollar)
28Kansas City Chiefs-11,35
29Buffalo Bills-12,35
30Jacksonville Jaguars-13,05
31Dallas Cowboys-30,17
32Minnesota Vikings-43,21

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es hier nicht darum geht, die bestmögliche Situation herzustellen. Es geht einzig um die Frage, wie diese Teams ihre Cap-Situation so gut in den Griff bekommen können, um über dem Strich zu stehen, wenn das neue Liga-Jahr beginnt.

Buffalo Bills

Um die Bills unter die Cap zu bekommen, ist kein Genie gefragt. Es geht zwar auch mit anderen Verträgen, aber der leichteste Schritt ist einfach eine Restrukturierung des Vertrags von Quarterback Josh Allen. Er steht derzeit bei einer Cap Number von 56,388 Millionen Dollar, was selbst 2026 heftig ist. Sein Gehalt beträgt aber nur 16,5 Millionen Dollar. 15,2 Millionen kann man davon in einen Signing Bonus verwandeln, ebenso 500.000 seines Workout Bonus. Unterm Strich spart man damit allein schon 12,56 Millionen Dollar an Cap Space und wäre damit schon bei 214.166 Dollar an Cap Space. 

Natürlich sind weitere Schritte nötig, um wirklich konkurrenzfähig zu sein auf dem Markt, aber so kommt man schon mal über den Strich.

Jacksonville Jaguars

Die Jaguars stehen zwar keine Million schlechter da als die Bills, haben es aber nicht ganz so leicht, unter die Obergrenze zu kommen. Denn die zwei Topverdiener der Jaguars nach reinem Grundgehalt sind mit Travon Walker (15,19 Mio.) und Arik Armstead (14 Mio.) zwei Spieler, mit denen man vor Start des Liga-Jahres recht wenig machen kann, um die Salary Cap zu beeinflussen. Beide gehen ins letzte Vertragsjahr, doch würde man nur dann beträchtlichen Cap-Space bei einer Entlassung von Armstead sparen, wenn er als Post-June-1-Cut deklariert werden würde. Und das brächte die Cap-Ersparnis eben erst am 2. Juni, als zu spät, um regelkonform ins Liga-Jahr zu gehen.

Und bei Walker, der ins fünfte und damit voll garantierte Jahr seines Rookie-Vertrags geht, müsste man schon den Vertrag verlängern, um seine Cap Number zu senken. Doch dafür hat er vermutlich noch nicht genug gezeigt, seit man ihn im Draft 2022 an Position 1 gezogen hat. 

Insofern ist Josh Hines-Allen die erste Anlaufstelle. Seine Cap Number von 23,4 Millionen Dollar ist die zweithöchste im Kader hinter Trevor Lawrence. Sein Gehalt beträgt jedoch auch nur 7 Millionen Dollar. Dieses lässt sich um 5,7 Millionen Dollar in Form eines Signing Bonus reduzieren - ebenso eine Million an weiteren Bonuszahlungen, sodass man insgesamt mit diesem Move 4,96 Millionen Dollar einsparen würde. Die Jaguars stünden dann bei -7,689 Millionen Dollar.

Als nächstes kommt Defensive Tackle Foyesade Oluokun in den Fokus. Von seinem Gehalt (9 Mio.) kann man 7,7 Millionen Dollar sowie 1,25 Millionen Dollar an etwaigen Bonuszahlungen in einen Signing Bonus umwandeln. Das spart 6,34 Millionen Dollar ein und bringt die Jaguars auf -977.305 Dollar an Cap Space.

Anschließend bietet es sich an, an einen der relativ teuren O-Liner ranzugehen. Beispielhaft nehme ich Right Guard Patrick Mekari und sein Gehalt in Höhe von 10,5 Millionen Dollar. Daraus lassen sich 9,2 Millionen Dollar sowie eine Million an Bonuszahlungen in einen Signing Bonus verwandeln. Das spart 4,85 Millionen Dollar an Cap Space und bringt die Jaguars auf 4,17 Millionen Dollar an Cap Space.

Dallas Cowboys

Die obige Tabelle weist für die Cowboys einen Wert von -30,17 Millionen Dollar auf. Doch wer die Cowboys und Owner Jerry Jones kennt, der muss damit rechnen, dass sie Wide Receiver George Pickens mit dem Franchise Tag belegen werden. Das wird voraussichtlich weitere 28,8 Millionen Dollar erfordern, sodass man realistischerweise von einem Cap Space in Höhe von rund -58 Millionen Dollar ausgehen muss. 

Glücklicherweise ist "Jerrah" aber so altmodisch wie irgend möglich, was seine Vertragsstrukturen betrifft. Sprich: die Cowboys-Verträge sind old school mit hohen Gehältern und keinem neumodischen Zeug wie Option-Boni. Entsprechend können sie einfach mit Dak Prescotts Vertrag beginnen, um die Situation zu verbessern. Sein Cap Hit in Höhe von über 74 Millionen Dollar muss ohnehin gesenkt werden.

38,7 Millionen Dollar seines Gehalts (40 Mio.) werden zum Signing Bonus und bringen damit Ersparnis in Höhe von 30,96 Millionen Dollar. Das ergibt dann Cap Space in Höhe von rund -27 Millionen Dollar.  

Die nächsthöchste Cap Number liegt dann bei CeeDee Lamb (38,4 Mio.). Von seinem Gehalt (25 Mio.) lassen sich 23,785 Millionen sowie eine Million an Bonuszahlungen zu einem Signing Bonus verwandeln. Das ergibt eine Ersparnis von 19 Millionen Dollar und senkt das Defizit auf -7,38 Millionen Dollar.

Als nächstes stellt sich die Frage, ob Jones bereit ist, einen Fehler einzugestehen, denn im vergangenen Jahr feierte er sich noch selbst dafür, Nose Tackle Kenny Clark im Parsons-Trade aus Green Bay losgeeist zu haben. Clark jedoch war zwar nicht schlecht, aber auch keine Offenbarung. Und er wäre ziemlich teuer für einen Nose Tackle in der kommenden Saison. Seine Cap Number läge bei 21,5 Millionen Dollar und wenn er am dritten Tag des Liga-Jahres (13. März) noch im Kader steht, stünde ihm ein Roster Bonus in Höhe von elf Millionen Dollar zu. Eine Entlassung hingegen würde den Cowboys satte 21,5 Millionen Dollar an Cap Space bringen.

Basierend darauf, dass die Laufverteidigung auch mit ihm schlecht war, würde ich ihn unter diesen Umständen entlassen. Die Cowboys stünden damit bei 14,12 Millionen Dollar an Cap Space und wären deutlich über dem Strich.

Minnesota Vikings

Die größte Cap Number bei den Vikings hat Wide Receiver Justin Jefferson mit 38,987 Millionen Dollar. Hier macht man einen simplen Restructure und konvertiert 23,775 Millionen Dollar seines Gehalts sowie seine Boni (Per Game Roster und Workout) in Höhe von 760.000 Dollar in einen Signing Bonus. Das spart dann etwas mehr als 18 Millionen Dollar an Cap Space und bringt die Vikings schon mal auf -25,05 Millionen Dollar.

Der Nächste auf der Liste ist Defensive Tackle Jonathan Allen mit einer Cap Number von 23,87 Millionen Dollar. Erneut wandeln wir den Großteil seines Gehalts (16,75 Mio.) in einen Signing Bonus um, ebenso seine 2,45 Millionen, die er durch diverse Boni bekommen würde. Das spart 8,525 Millionen Dollar ein und bringt den Cap Space auf -16,1 Millionen Dollar rauf.

Weitere 9,25 Millionen Dollar sparen die Vikings mit einem Restructure des Vertrags von Left Tackle Christian Darrisaw ein, dessen Cap Number derzeit bei 22,524 Millionen Dollar liegt. Dafür werden 12,08 Millionen seines Gehalts (13,291 Mio.) sowie Boni in Höhe von 1,75 Millionen zum Signing Bonus. Neuer Stand danach: -6,35 Millionen Dollar.

Anschließend wäre eine Entlassung eines überfälligen Spielers möglich, aber denkbar ist auch eine weitere Restrukturierung eines bestehenden Vertrags. Der von Cornerback Byron Murphy liegt nahe, da sein Gehalt in Höhe von 15,36 Millionen Dollar ohnehin garantiert ist. 14,06 Millionen davon kann man zusammen mit weiteren Boni (610.000 Dollar) auch direkt als Signing Bonus auszahlen. Damit würde man nochmal 11,3 Millionen Dollar sparen. Somit stünde man dann schon bei 5,38 Millionen Dollar an Cap Space und dürfte am Spielbetrieb teilnehmen.

New England Patriots
New England Patriots
Patriots
13
0
0
0
13
Seattle Seahawks
Seattle Seahawks
Seahawks
29
3
6
3
17
00:30
Mo, 09.02.
Beendet
vollständiger Spielplan

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