Ein weiteres Jahr oder das Ende einer Ära? Eine mögliche Verlängerung des auslaufenden Vertrags von Torhüter Manuel Neuer beim FC Bayern ist an klare Bedingungen geknüpft.
"Er muss auf Top-Niveau leistungsfähig sein - so wie er es aktuell ist. Das müsste in der kommenden Saison auch der Fall sein", sagte Sportvorstand Max Eberl dem TV-Sender "Sport1".
Der frühere Gladbacher und Leipziger Manager ergänzte: "Es geht darum, wie Manuel sich fühlt, ob er will und ob er sich in der Lage sieht, seine Leistungen noch ein weiteres Jahr lang zu zeigen."
Neuer sei trotz seiner fast 40 Jahre "immer noch ein Top-Torhüter in Europa", sagte Eberl. "Aber natürlich muss es so weitergehen. Man muss darüber reden, wie seine Motivation und seine Anspannung sind. Das erwarten wir als Verein und das wollen wir gemeinsam mit ihm herausfinden."
Neuer, den Eberl in dem Interview als "Legende" bezeichnete, ist nur noch bis zum 30. Juni an den FC Bayern gebunden.
Der deutsche Rekordmeister verspüre in den Verhandlungen mit dem Weltmeister von 2014 allerdings keinen Druck, betonte Eberl. "Unsere Torwart-Situation ist mit Manuel als Nummer 1, Jonas Urbig dahinter, Sven Ulreich als erfahrenem Mann und Alexander Nübel, der noch an den VfB Stuttgart ausgeliehen ist, komfortabel."
FC Bayern erwartet "Bewegungen im Kader"
Eberl kündigte unabhängig von der Torwart-Frage für den Sommer "Bewegungen im Kader" des FC Bayern an. "Wie groß die ausfallen, werden wir sehen", so der 52-Jährige.
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Fest steht der Abschied von Nationalspieler Leon Goretzka fest. Neben Neuers und Goretzkas Verträgen laufen die Arbeitspapiere von Ulreich sowie Raphael Guerreiro aus. Leihspieler Nicolas Jackson kehrt zudem Stand jetzt zurück zum FC Chelsea.
"Vorerst abgeschlossen" ist die Kaderplanung laut Eberl in der Innenverteidigung. Dayot Upamecano hatte seinen Vertrag in München zuletzt bis 2030 verlängert.
Der Klub habe "den Punkt erreicht, an dem wir in Sachen Kaderplanung nicht getrieben sind. Wir können ganz in Ruhe entscheiden, was als Nächstes passiert". Den Transfermarkt habe man an der Säbener Straße "natürlich" im Blick: "Wir werden uns sicher nie eine Option verbauen, die dem FC Bayern gut zu Gesicht stünde."



























