Suche Heute Live
Biathlon
Artikel teilen

Biathlon

12 Jahre nach dem Rennen

Deutsche Biathlon-Staffel nimmt "Doping-Gold" entgegen

Das deutsche Quartett auf dem obersten Treppchen
Das deutsche Quartett auf dem obersten Treppchen
Foto: © IMAGO/Bildbyran/SID/JON OLAV NESVOLD
15. Februar 2026, 13:12

Arnd Peiffer hüpfte zusammen mit seinen Teamkollegen mit einem großen Satz auf das oberste Podest, dann sang das Quartett inbrünstig die deutsche Nationalhymne.

Die Biathlon-Staffel mit Erik Lesser, Daniel Böhm, Peiffer und Simon Schempp hat zwölf Jahre nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi offiziell Gold erhalten. IOC-Mitglied Michael Mronz überreichte am Sonntag vor fast 20.000 Fans im ausverkauften Antholzer Stadion zwischen den beiden Verfolgungsrennen die Medaillen an das damalige Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV).

In Russland hatten Deutschlands Biathleten um lediglich 3,5 Sekunden den Olympiasieg verpasst, hinter dem Gastgeber Silber gewonnen. Jahre später wurde der russische Staffelteilnehmer Jewgeni Ustjugow wegen eines Dopingvergehens gesperrt, alle seine Ergebnisse zwischen 2010 und 2014 wurden annulliert.

Nach Jahren des Wartens und Einsprüchen Ustjugows beschloss die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) dann im September 2025 die Neuvergabe der Medaillen.

In seinem Kopf könne mit der Goldmedaille "tatsächlich ein Schlussstrich" unter seine sportliche Karriere gezogen werden, hatte der zweimalige Weltmeister Lesser dem SID im Vorfeld der Siegerehrung gesagt: "Die Fragen zu Sotschi hören dann auf, weil es erledigt ist, die Entscheidung ist getroffen."

Neben dem DSV-Quartett durfte sich auch der frühere Seriensieger Martin Fourcade in Antholz über eine weitere Goldmedaille freuen. 2010 in Vancouver hatte der Franzose im Massenstart Platz zwei hinter Ustjugow belegt. Für Fourcade ist es das sechste Gold, mehr hat keine andere Sportlerin und kein anderer Sportler seines Landes bei Olympischen Sommer- und Winterspielen gewonnen.

Newsticker

Alle News anzeigen