Der kanadische Freestyle-Skier und "König der Buckelpiste" Mikael Kingsbury hat sich in Livigno am Sonntag doch noch zum Olympiasieger gekürt.
Der 33-Jährige entschied die erstmals bei Winterspielen ausgetragene Disziplin Dual Moguls, bei der zwei Athleten parallel auf der Buckelpiste gegeneinander antreten, für sich - im Finale setzte er sich gegen Ikuma Horishima aus Japan durch. Bronze ging an den Australier Matt Graham.
Kingsbury, mit Abstand erfolgreichster Athlet der Geschichte in den Buckelpisten-Disziplinen, krönte damit seine Laufbahn. Schon 2018 hatte er in Pyeongchang Einzel-Gold gewonnen, hinzu kommen insgesamt drei olympische Silbermedaillen. Kingsbury hatte angekündigt, bei den Spielen 2030 nicht mehr starten zu wollen.
Die Einzelentscheidung am Donnerstag hatte für Kingsbury noch schmerzhaft geendet: Im letzten aller Finalläufe kam er wie der Australier Cooper Woods, der noch nie einen Weltcupwettbewerb gewonnen hat, auf 83,71 Punkte. Wegen der besser bewerteten Schwünge gewann Woods jedoch Gold, für Kingsbury blieb nur Silber.
Unmittelbar nach der Entscheidung hatte der Kanadier wütend seine Skier in den Schnee geschleudert, später zeigte er sich im Reinen mit seiner Leistung: "Es war knapp, ein Tiebreak", sagte er - "leider zu meinen Ungunsten." Der Überraschungsolympiasieger Woods hatte am Sonntag nichts mit der Medaillenvergabe zu tun: Er scheiterte nach einem Sturz bereits im Achtelfinale. Deutsche Athleten waren in Livigno nicht am Start.



