Die deutschen Eishockey-Frauen hoffen nach dem Ausscheiden bei den Olympischen Winterspielen in Mailand auf einen Schub für ihren Sport in der Heimat. "Das ist die größte Bühne, die man hat im Sport und auch wir im Frauen-Eishockey haben. Natürlich hoffe ich, dass vielleicht das ein oder andere Mädchen mehr beim Eishockey bleibt", sagte Kapitänin Daria Gleißner nach der Viertelfinal-Niederlage gegen Kanada (1:5).
Zugleich wies Gleißner auf strukturelle Defizite in Deutschland hin. Es fehlten die Breite und der Wettbewerb in der Liga. Es brauche mehr Unterstützung, auch von den Top-Teams aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
"Ich sage jetzt nicht, dass jedes DEL-Team jetzt anfangen muss, eine Mädchen- oder Frauenmannschaft zu gründen", sagte Gleißner. Ein größeres Engagement, auch auf finanzieller Ebene, sei aber notwendig, um in Deutschland "mehr Optionen" zu haben, um "Hockey zu spielen."
"Wir müssen athletischer und technisch noch besser werden"
In Deutschland ist die Deutsche Frauen Eishockey Liga (DFEL) die oberste Liga. Sie wird vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) organisiert und umfasst in der Spielzeit 2025/26 nur fünf Mannschaften - darunter HK Budapest aus Ungarn. Die weiteren Standorte sind Berlin, Mannheim, Ingolstadt sowie Memmingen.
"Es gibt Möglichkeiten natürlich auch ins Ausland zu gehen, aber das sollte das Ziel nicht sein", sagte Gleißner. Drei deutsche Spielerinnen im Olympia-Kader spielen in der nordamerikanischen Profiliga PWHL.
Die deutsche Mannschaft war nach drei Siegen in der Gruppenphase in die Runde der letzten acht eingezogen, gegen die im Alltag viel professioneller aufgestellten Kanadierinnen aber klar unterlegen gewesen. "Wir müssen noch athletischer und technisch noch besser werden", sagte Gleißner, die gleichzeitig die Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren lobte. Die deutschen Frauen waren in Mailand erstmals seit 2014 in Sotschi wieder bei den Winterspielen dabei.






