Der VfB Stuttgart hat sich dank Stürmer Ermedin Demirovic im Kampf um die Champions-League-Plätze zurückgemeldet.
Ermedin Demirovic empfing die Glückwünsche von allen Seiten mit einem breiten Grinsen. Dem Stürmer des VfB Stuttgart flog die Dankbarkeit seiner Kollegen nur so entgegen - ihm selbst war die Rolle als Matchwinner aber gar nicht so wichtig. "Am Ende bin ich der Stürmer, der die Tore macht", sagte Demirovic nach seinem Doppelpack beim 3:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln trocken bei Sky: "Ich bin froh, dass es geklappt hat."
Dank der Treffer des Bosniers (15., 84.) hatte sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß im Kampf um die Champions-League-Plätze zurückgemeldet. Eine Woche nach der überraschenden Niederlage beim FC St. Pauli betrieb der VfB, für den noch Deniz Undav (90.+2) erfolgreich war, Wiedergutmachung und rückte in der Tabelle vorerst auf den vierten Platz vor - RB Leipzig kann jedoch noch nachziehen.
Für den VfB war es zudem eine gelungene Generalprobe: Am Donnerstag (21.00 Uhr) sind die Schwaben im Hinspiel der Play-offs der Europa League bei Celtic Glasgow gefordert. "Wir freuen uns auf die Kulisse und ein geiles Spiel", sagte Abwehrchef Jeff Chabot mit Blick auf berüchtigte Stimmung in Glasgow.
Die Kölner beklagten derweil eine "extrem bittere" Niederlage, wie Marius Bülter betonte: "Wir waren nah dran, hier einen Punkt mitzunehmen." Ragnar Ache (79.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste, die weiter vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang haben.
VfB Stuttgart verwaltet die Führung
Die Gastgeber erwischten beinahe einen Traumstart. Nach gerade einmal 70 Sekunden tauchte Undav frei vor FC-Keeper Marvin Schwäbe auf, lupfte diesem aber den Ball in die Arme. Demirovic machte es nach einer guten Viertelstunde besser, als er eine Ablage von Jamie Leweling nach schönem Anspiel von Chris Führich per Direktabnahme zur Führung verwertete.
Die Kölner, die wegen Problemen bei der Anreise auf Teile ihrer aktiven Fanszene verzichten mussten, versteckten sich in der Folge jedoch keineswegs. Mit einer mutigen und aktiven Spielweise kämpfte sich das Team von Trainer Lukas Kwasniok in die Partie, nur an Gefahr mangelte es. Ein wuchtiger, aber zu zentraler Abschluss von Jan Thielmann (38.) blieb die einzige nennenswerte Möglichkeit.
Daran änderte sich auch in der zweiten Halbzeit zunächst nichts. Erst durch ein Zufallsprodukt kam Marius Bülter (59.) aus der Drehung frei zum Abschluss, verfehlte aus rund sieben Metern aber das Stuttgarter Tor. Und der VfB? Ließ es mit der Führung im Rücken eher ruhig angehen, gefährlich wurde es auch im Kölner Strafraum kaum. Auf der Gegenseite traf Ache. Doch Demirovic legte seinen zweiten Treffer nach, Undav machte den Deckel drauf.





























