Als der FC Bayern Anfang November in einer Champions-League-Abwehrschlacht mit 2:1 bei Paris-Saint Germain gewann, wurde Manuel Neuer unter der Hand auch für sein cleveres Zeitspiel abgefeiert. Dabei mag es der Münchner Torwart lieber schnell - und äußert jetzt sogar den Wunsch nach einer Regeländerung.
Zeitschinden ist im Fußball eine eingeübte Unsitte - eine, die Bayern-Torwart Manuel Neuer gerne eingedampft sähe. "Ich würde mir wünschen, dass man eine Zeitbegrenzung für die Abstöße und Eckbälle anwendet, wie das bei den acht Sekunden mit dem Ball in der Hand der Fall ist", sagte der 39-Jährige im Interview mit "France Football" und ergänzte: "Zeitverzögerungen beeinträchtigen das Spiel. Das Publikum will mehr effektive Spielzeit."
Für die Torhüter gilt seit der Saison 2025/26 die Acht-Sekunden-Regel beim Abstoß oder Abwurf aus der Hand.
Der Schiedsrichter zählt die letzten fünf Sekunden sichtbar herunter. Bei Verstößen gibt es einen Eckball für die gegnerische Mannschaft.
FC Bayern: Manuel Neuer "ein bisschen" wie Javi Martinez
Neuer, der zuletzt zum gefühlt 900. Mal wiederholt hatte, dass er seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet hat, hätte sich nach eigener Aussage auch als Feldspieler entwickeln können: "In einer Mannschaft der dritten Liga, die auf Ballbesitz spielt, wäre das zum Beispiel möglich gewesen. Mir hätte wahrscheinlich ein wenig Schnelligkeit gefehlt, aber ich hätte auf einem guten Niveau spielen können", sagte der Weltmeister von 2014, der am 27. März 40 wird. "Ich weiß nicht, ob ich Innenverteidiger oder Sechser vor der Abwehr geworden wäre, ein bisschen im Stil von Javi Martínez."
Mit dem Basken Martinez spielte Neuer beim FC Bayern jahrelang zusammen - und das sehr erfolgreich. Beide gehörten zur legendären Bayern-Mannschaft, die 2013 unter Trainer-Ikone Jupp Heynckes das Triple aus Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal gewann.































