Der enttäuschende Auftritt bei ihrer Olympia-Premiere hat Konsequenzen für Biathlon-Talent Selina Grotian.
Wie der DSV am Freitag bekannt gab, wird Selina Grotian aus dem Aufgebot für den Biathlon-Sprint am Samstag gestrichen.
Verdrängt wird die 21-Jährige durch Julia Tannheimer, die ebenfalls vor ihrem Olympia-Debüt steht.
Im Einzel am Mittwoch hatte Grotian nicht überzeugen können. Nach vier Schießfehlern landete sie nur auf einem enttäuschenden 55. Platz. Neben Grotian muss auch Anna Weidel weiter zuschauen.
Angeführt wird das DSV-Quartett von Franziska Preuß. Für sie ist es nach Mixed-Bronze, welches sie mit der ebenfalls nominierten Vanessa Voigt gewann, der dritte Einsatz in Südtirol.
Preuß will unbedingt noch eine olympische Einzelmedaille vor ihrem Karriereende holen. Im Einzel hatte sie beim letzten Schießen einen Rang unter den besten drei aus der Hand gegeben.
Sollte sich die Bayerin im Wettbewerb über 7,5 Kilometer einen Aussetzer erlauben, hätte das auch für die Verfolgung am Sonntag große Konsequenzen. Das letzte Individualrennen ist dann der abschließende Massenstart am 21. Februar.
Die fehlerfreie Voigt war im Einzel Vierte geworden, 12,9 Sekunden fehlten zur Medaille. Im Sprint zählt sie aber nicht zu den Top-Medaillenkandidatinnen.
Komplettiert wird das deutsche Aufgebot durch Janina Hettich-Walz, die im Einzel bei ihrer olympischen Premiere als Achte überzeugt hatte.
Deutsche Biathletinnen in der Außenseiterrolle
Favorisiert sind dieses Mal die Französinnen um die zweifache Goldmedaillengewinnerin Julia Simon sowie Lou Jeanmonnot, dazu kommen die Italienerinnen Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer und Norwegen mit Maren Kirkeeide sowie die schwedischen Öberg-Schwerstern.
Zuvor sind allerdings nochmals die Männer mit ihrem Sprint am Freitag (14.00 Uhr) gefordert. Nach seinem fünften Platz im Einzel peilt Philipp Nawrath über die 10 Kilometer das Treppchen an.



