Formel-1-Rennstall Williams musste noch vor den ersten Testfahrten in Barcelona einen herben Rückschlag verkraften. Inzwischen sind die Probleme aber abgestellt, versichert Teamchef James Vowles.
"Ich habe keinerlei Bedenken über all das, was von jetzt an kommt", stellt James Vowles gegenüber "f1.com" klar: "So merkwürdig es klingt: Wir mussten als Team diese Phase durch."
Mitte Januar hatte man in der Williams-Basis in Grove feststellen müssen, dass gewisse Teile am neuen FW48 nicht wie gewünscht funktionieren. Der Ex-Mercedes-Mann, seit 2023 Teamchef bei Williams, musste die Reißleine ziehen und die Barcelona-Testwoche komplett absagen. Während die zehn Konkurrenten ihre Boliden erstmals auf Herz und Nieren testeten, war man gezwungen, alles noch einmal durchzugehen - "eine der schwersten Entscheidungen" seiner Karriere, so Vowles.
"Ich wünschte, es wäre nicht so extrem gewesen, aber wir müssen da durch, um sicher zu sein, dass wir wirklich jeden Bereich unseres Unternehmens, der einfach nicht dem richtigen Niveau entspricht und seinen Zweck nicht erfüllt, gründlich aufdecken und schnell daraus lernen – und das tun wir auch", blickte der Brite zurück.
Formel-1-Team Williams ist enger zusammengerückt
Dennoch überwiege nun das Positive für den Teamchef. Er habe in dieser schweren Phase beobachten können, "dass die Fahrer, der Vorstand und das gesamte Team enger zusammengerückt sind. Auch während wir uns noch intensiv auf Bahrain und die Zeit danach vorbereiten, haben wir kontinuierlich überprüft, was wir jetzt tun können, um sicherzustellen, dass wir Veränderungen vornehmen, die uns in die richtige Richtung bringen".
Den FW48 konnte Williams schließlich in der vergangenen Woche in Silverstone auf die Strecke bringen. Nun blickt man dem ersten (11. bis 13. Februar) von zwei Teilen der Bahrain-Tests positiv entgegen.
In der vergangenen Saison schloss das Team um Carlos Sainz und Alex Albon auf dem fünften Platz in der Konstrukteurswertung ab. "Wir sind nicht in allen Bereichen auf Meisterschaftsniveau. Aber wir bewegen alles in die richtige Richtung, und dazu gehört auch, dass wir weiterhin langfristig investieren werden – und das kann ich gar nicht genug betonen. Deshalb war 2025 erfolgreich. Es lag an den Investitionen von 2023. Und deshalb wird auch unsere Zukunft erfolgreich sein", blickte Vowles voraus.



