Als sich die Schlussläuferinnen Julia Simon (Frankreich), Lissa Vittozzi (Italien), Franziska Preuß (Deutschland) und Maren Kirkeeide (Norwegen) in der Biathlon-Mixed-Staffel bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo auf die Runde begaben, war noch recht offen, wer am Ende welche Medaillenfarbe um den Hals gehängt bekommen würde, erst das letzte Schießen brachte dann die Entscheidung. Simon und Vitoozi blieben fehlerfrei und machten den Sieg unter sich aus. Preuß musste einmal in die Strafrunde, konnte Bronze jedoch einfahren, da es Kirkeeide gleich doppelt erwischte. Ein Umstand, den eine Biathlon-Ikone kaum mit anschauen konnte.
"Jemand musste Vierter werden, und es bricht mir das Herz, dass wir es waren. Ich habe Mitleid mit Maren und dem Team", fasste die norwegische Biathlon-Legende Johannes Thingnes Bö in seiner Funktion als Experte für "NRK" das Geschehen zusammen. Vor die Medien zu treten, nachdem man beim letzten Schießen eine Medaille aus der Hand gegeben habe, sei schlicht "das Schlimmste, was man sich vorstellen kann", so der fünfmalige Olympiasieger, der seine Karriere im März 2025 beendet hatte.
Kirkeeide, die mit 22 Jahren in der Mixed-Staffel ihr Olympiadebüt feierte, wirkte hingegen erstaunlich aufgeräumt.
Trotz der Enttäuschung nahm sich Kirkeeide im Ziel zuerst die Zeit, den Medaillengewinnern zu gratulieren, was ihr großen Respekt der Konkurrenz einbrachte.
"Wäre es nur ein Einzelrennen gewesen ..."
"Es ist großartig von ihr, allen anderen Athleten zu gratulieren, wenn man selbst eine schmerzhafte Erfahrung gemacht hat", zitiert "NRK" zum Beispiel Lou Jeanmonnot, die mit Frankreich zum Titel stürmte.
Kirkeeide betonte ausdrücklich, dass es ihr gut gehe, sie es aber natürlich am meisten bedauere, dass die anderen Norweger nun auch leer ausgingen. Sie habe sich vor dem letzten Anschlag eigentlich gut gefühlt, sei allerdings "extrem zittrig" geworden, als klar war, dass sie die Nachlader werde bemühen müssen.
"Wäre es nur ein Einzelrennen gewesen, wäre alles gut gegangen. Dann hätte es nur mich getroffen. Wenn der Rest so gute Leistungen bringt, ist es schade, dass ich es für sie vermassele", so Kirkeeide weiter.
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