Die französische Biathlon-Mixed-Staffel hat sich bei den Olympischen Winterspielen in Italien die Goldmedaille gesichert. Die Konkurrenz staunte hinterher nicht schlecht - vor allem über die Stärke der beiden Frauen im Team.
Top-Favorit Frankreich hat sich gleich im ersten Biathlon-Rennen der Olympischen Winterspiele 2026 die Goldmedaille gesichert. Dabei konnte sich die Équipe vor allem auf die bärenstarken Lou Jeanmonnot und Julia Simon verlassen.
Eric Perrot, der aktuelle Gesamtweltcupführende, hatte die Franzosen mit einem Nachlader zunächst auf Kurs gebracht. Der 24-Jährige übergab als Zweiter auf Quentin Fillon Maillet, der dann jedoch ordentlich strauchelte. Drei Nachlader im Liegen und zwei im Stehen katapultierten Frankreich auf den dritten Rang. Doch dann schlug die Stunde von Jeanmonnot und Simon.
Jeanmonnot, Führende des Gesamtweltcups bei den Frauen, brachte Frankreich nach nur einem Nachlader zurück auf Platz eins. Schlussläuferin Simon blieb gar ohne Fehlschuss, sodass am Ende über 25 Sekunden Vorsprung auf Gastgebernation Italien und über eine Minute auf das deutsche Quartett aus Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß auf der Uhr stand.
"Cheat Code": Jeanmonnot und Simon in Top-Form
"Wir haben in diesem Team einen riesigen Vorteil", zitiert "sports.fr" den überglücklichen Perrot nach dem Olympiasieg: "Wir haben die besten Frauen der Welt. Wir Männer haben auch in diesem Jahr gezeigt, dass wir zu den Besten gehören. Aber wie die Norweger sagen: Unser Cheat Code sind die Frauen. Und das haben sie heute wieder einmal unter Beweis gestellt."
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Der am Schießstand unsichere Fillon Maillet wusste ebenfalls, bei wem er sich für das Olympia-Gold zu bedanken hatte. Er berichtet, dass man auch im deutschen Lager ganz genau weiß, wer den Unterschied gemacht hat. "Die deutschen Jungs meinten, unsere Frauen sind Frankreichs Geheimcode. Das haben sie offenkundig bewiesen."
Julia Simon, die nach ihrer Verurteilung wegen Kreditkartenbetrugs zu Saisonbeginn noch gesperrt worden war, sagte überglücklich: "Ich bin sehr froh, ein Teil des Teams zu sein. Das ist nicht leicht, weil wir sehr viele gute Athleten sind." Die 29-Jährige fühle sich "großartig", die olympische Staffel als Erste ins Ziel gebracht zu haben.
Die nächste Olympia-Entscheidung in der Biathlon-Arena von Antholz fällt am Dienstag (ab 13:30 Uhr im sport.de-Ticker) im Einzel der Männer.




