Der Vertragspoker mit Dayot Upamecano hat die Führungsetage beim FC Bayern zuletzt reichlich Nerven gekostet. Nach zähen Verhandlungen deutet inzwischen alles auf eine Verlängerung hin. Michael Reschke, früher Technischer Direktor beim Rekordmeister, sieht die Vorgänge der letzten Monate dennoch kritisch.
Im Poker um seine Zukunft hat Dayot Upamecano einen harten Kurs gefahren. Über Wochen hielt der Verteidiger die Bosse des FC Bayern hin, obwohl er dem Vernehmen nach ein üppiges Angebot zur Vertragsverlängerung auf dem Tisch hatte.
Michael Reschke, von 2014 bis 2017 Funktionär an der Säbener Straßen, hat für das Taktieren des Franzosen wenig Verständnis.
"Upamecano hat nicht nur für sich und für seine Familie und für seine Kinder und Kindeskinder ausgesorgt, der wird für die nächsten drei Generationen ausgesorgt haben mit diesem Angebot von Bayern München und dann fällt es einfach schwer, das zu respektieren, dass man da einen Klub wie Bayern München so lange hinhält. Das hat mich schon verwundert", sagte der 68-Jährige am Samstag im Format "Heute im Stadion" bei "Bayern1".
"Ich bin überzeugt, dass das Gesamtpaket über vier Jahre wahrscheinlich in dem Bereich 80 Millionen Plus gelegen hat für Upamecano, wenn man Handgeld, Gehälter und alles zusammenrechnet. Dann in Gottes Namen, irgendwann muss es auch mal gut sein", so die Kritik von Reschke.
Viel Aufregung um Angebot des FC Bayern
Unter der Drohgebärde eines ablösefreien Abschieds im Sommer hatte Upamecano bis zuletzt auf gewaltige finanzielle Zugeständnisse gepocht. Besonders die Forderung nach einem Handgeld von bis zu 20 Millionen Euro erregte die Gemüter in München.
Laut "Sky" hatte der FC Bayern das seit Wochen gültige Vertragsangebot am Montag zurückgezogen. Daraufhin habe sich Upamecano bei den Klub-Bossen gemeldet und darum gebeten, diese Offerte doch noch unterschreiben zu dürfen. Die Chefs haben offenbar zugestimmt, das neue Arbeitspapier bis 2030 soll nun zeitnah finalisiert werden.
Reschke hätte sich von der Spielerseite schon früher ein klares Bekenntnis gewünscht, denn der FC Bayern habe sich Upamecano gegenüber selbst in schwierigen Phasen immer loyal gezeigt.
"Wenn man die Upamecano-Geschichte bei Bayern mal verfolgt, er hat nicht immer an der Sonne gespielt. Der hatte auch eine Fehlerquote gehabt über einen ganzen Zeitraum, die extrem hoch war", legte Reschke am Sonntag im "Doppelpass" bei "Sport1" nach. "Er hatte einen Super-Vertrag, hat damals 40 Millionen Ablöse gekostet. Dann ist man als Spieler in der Pflicht zurückzuzahlen."




























