Borussia Dortmund bringt sich durch das knappe 2:1 beim VfL Wolfsburg im Meisterschaftsrennen in Stellung. Während sich Julian Brandt nicht zu einer Meister-Ansage hinreißen lässt, legt Nico Schlotterbeck nach.
Nico Schlotterbeck hat seine Meister-Aussagen aus der Vorwoche eingeordnet und verteidigt.
"Die Jungs haben unter der Woche gemerkt, wie sehr ich dafür brenne", sagte er bei "Sky" zur Wirkung seiner Ansage. "Wir hatten jetzt zwei lange Wochen, wir können uns auf die Spiele vorbereiten und ein bisschen regenerieren. Es ist extrem wichtig, dass wir den Fokus und den Kopf dafür haben, um anzugreifen. Ich hoffe natürlich, dass es ein Stück weit geholfen hat."
Die Reaktionen in der Mannschaft auf seine Ansage seien "gut" gewesen, berichtet er. "Du spielst beim BVB, um gewisse Dinge zu gewinnen. Ich bin heute Kapitän, weil Emre ausfällt. Wenn ich sage: Wir wollen vorangehen, wir wollen die da oben angreifen, dann gebe ich die Marschroute vor. Dann müssen die Jungs nachziehen und das haben sie heute gemacht."
Ob die Bayern nun nervös werden, wisse er nicht. "Wichtig war, dass wir heute drei Punkte geholt haben. In der Rückrunde haben wir ein paar Punkte gutgemacht, jetzt schauen wir nach vorne", so der Innenverteidiger
Brandt: Da kannst du vergeblich in der Kabine nach suchen"
Julian Brandt wollte sich im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Nico Schlotterbeck nicht zu einer Meister-Ansage hinreißen lassen - den Titelkampf hat er aber dennoch im Hinterkopf. "Es wird keinen geben, der sagt, ich glaube daran nicht mehr. Da kannst du vergeblich in der Kabine nach suchen", erklärte der Offensivspieler nach dem 2:1 in Wolfsburg.
"Es hat bislang niemand davon gesprochen, dass wir an irgendeinem Punkt aufgegeben haben", betonte Brandt, der neben Matchwinner Serhou Guirassy mit seinem Treffer (38.) zum mühevollen Erfolg in Wolfsburg beigetragen hatte. "Wir versuchen weiter unsere Spiele zu gewinnen und hoffen natürlich, dass Bayern uns da noch mal ranlässt."
Zumindest über Nacht hat der BVB den Abstand zum Tabellenführer aus München auf drei Punkte verkleinert, Bayern kann am Sonntag (17.30 Uhr/sport.de-Ticker) bei der formstarken TSG Hoffenheim jedoch nachlegen.
Brandt ist klar, "dass auch viele Sachen noch dazu kommen müssen", dass der Rückstand kleiner werde. Aber vielleicht habe der BVB am 28. Februar, wenn die Münchner zum direkten Duell nach Dortmund kommen, "sogar die Chance, persönlich daran noch mal was zu schrauben". Das sei "der Ist-Zustand. Meister werden will von uns jeder - jede Saison."




























