Im Stile eine Spitzenmannschaft hat Borussia Dortmund am Samstag einen glücklichen 2:1-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg eingefahren. BVB-Trainer Niko Kovac räumte im Anschluss ein, dass der Matchplan der Schwarzgelben nicht komplett aufging. Mit Blick auf das späte Siegtor geriet er dennoch ins Schwärmen.
"Was wir mit Nmecha, Fabio [Silva, Anm. d. Red] und Serhou [Guirassy] zum Schluss getan haben, das war großes Kino", betonte der Übungsleiter auf der Pressekonferenz nach der Partie in Wolfsburg.
Erst in der Schlussphase hatte sich der BVB dort die drei Punkte gesichert. Nach einer schnellen Kombination durch das Zentrum nutzte Goalgetter Serhou Guirassy seine einzige echte Torchance des Tages zum Siegtreffer.
Vorausgegangen war eine Halbzeit, in der die Wolfsburger dem zweiten Treffer fast durchgängig näher schienen. Kovac ging deshalb schnell in die Fehleranalyse der zweiten 45 Minuten über.
"Wir haben genau das gemacht, was wir nicht machen wollten: Wir haben das Spiel langsam gemacht und wir haben zu viele einfache Ballverluste gehabt", zählte der Cheftrainer auf.
BVB beweist in Wolfsburg seine Qualität
Bei der ballbesitzorientierten Spielweise des BVB gebe es immer ein gewisses "Restrisiko" für gegnerische Konter, deutete er an. An diesem Nachmittag habe man es dem Gegner aber streckenweise viel zu leicht gemacht.
"Wir müssen das besser verteidigen, du musst dich früher absetzen auf den offenen Ball ohne Gegnerdruck. Das war nicht gut. Das werden wir ansprechen", kündigte Kovac an.
Letztlich fiel sein Gesamtfazit aber dennoch positiv aus. "Die Mannschaft hat Mentalität gezeigt und das Spiel mit Glück und Qualität gewonnen", so der Kroate.
In einer Saison gebe es immer auch knappe Spiele, die wichtigste Erkenntnis sei deshalb: "Die Qualität der Mannschaft ist da", legte Kovac nach.
Kapitän Nico Schlotterbeck hatte kurz zuvor ähnliche Worte gewählt und das Team erneut auf den Titelkampf mit dem FC Bayern eingeschworen. "Es ist einfach extrem wichtig, dass wir den Fokus und vor allem den Glauben haben, oben anzugreifen", sagte der Innenverteidiger.




























