Borussia Dortmund droht im Fernduell mit dem FC Bayern in Wolfsburg zu stolpern - doch in der Schlussphase ist Matchwinner Serhou Guirassy zur Stelle.
Serhou Guirassy klatschte nach dem Schlusspfiff zufrieden in die Hände und wickelte sich eine schwarz-gelbe BVB-Decke um die Schultern. Dann ließ sich der Matchwinner mit seinen Kollegen von Borussia Dortmund von den mitgereisten Fans in Wolfsburg ordentlich feiern. Denn: Mit dem 2:1 (1:0) beim VfL machen Guirassy und Co. im Fernduell mit Bayern München ordentlich Druck.
"Wir haben Mentalität bewiesen", sagte Kapitän Nico Schlotterbeck nach dem späten Siegtreffer bei "Sky", Guirassy erlöste die Mannschaft von Trainer Niko Kovac erst in der 87. Minute: "Er steht da, wo ein Stürmer stehen muss". Schlotterbeck hatte sein Team zuletzt mit einer Meister-Ansage unter Druck gesetzt, der BVB hielt dem stand. "Es ist einfach extrem wichtig, dass wir den Fokus und vor allem den Glauben haben, oben anzugreifen - und natürlich hoffe ich, dass es ein Stück weit geholfen hat und die Mannschaft deswegen gewonnen hat."
Durch die drei Punkte haben sich die Jäger aus Dortmund jedenfalls weiter an Bayern herangepirscht, sie verkürzten den Abstand auf den Tabellenführer zumindest über Nacht auf drei Zähler.
Neben Guirassy traf noch Julian Brandt (38.) für den BVB, der den Münchnern (51) mit nun 48 Punkten dicht auf den Fersen ist. Am 28. Februar kommt es noch zum direkten Duell mit den Bayern, die am Sonntag gegen die derzeit formstarke TSG Hoffenheim nachlegen können. Ob Bayern nun nervös wird? "Das weiß ich nicht, das können wir morgen schauen. Wichtig war, dass wir heute drei Punkte geholt haben", sagte Schlotterbeck.
BVB setzt Erfolgsserie fort
Während die Dortmunder ihre Erfolgsserie von 14 Spielen ohne Niederlage fortsetzten, verschärfen sich in Wolfsburg mit 19 Zählern auf dem Konto nach der dritten Niederlage in Folge die Abstiegssorgen. Das Tor von Konstantinos Koulierakis (52.) reichte dem VfL nicht für einen Befreiungsschlag.
Aufgrund einiger Ausfälle veränderte Kovac seine Startelf im Vergleich zum mühsamen Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim (3:2) auf drei Positionen und schickte Niklas Süle, Julian Ryerson und Maxi Beier von Beginn an auf den Rasen. Der BVB hatte zunächst mehr vom Spiel, doch Wolfsburg zeigte sich bissig in den Zweikämpfen. Die erste klare Chance für die Dortmunder durch Guirassy (7.) landete abgefälscht im Toraus, die anschließende Ecke brachte nichts ein.
Die Gäste machten weiter Druck, VfL-Keeper Kamil Grabara (13.) war gegen Süle zur Stelle. Dann folgte der erste Dämpfer aus Sicht der Wolfsburger: Kilian Fischer musste nach einer Behandlungspause angeschlagen vom Platz, für ihn kam Jan Bürger (17.). Wolfsburg kam offensiv kaum zum Zug, die Kontersituationen über Mohamed Amoura blieben ohne Erfolg. Der Stürmer ließ dabei eine Riesen-Chance liegen und verzog frei vorm Tor (26.).
Wenig später war der BVB im Pech: Beiers Schuss lenkte Denis Vavro in höchster Not unter die Querlatte - der Ball prallte vor der Torlinie auf den Rasen (32.). Brandt köpfte die Dortmunder schließlich nach einer Ecke in Führung. Kurz nach der Pause brachte Koulierakis die Wolfsburger aber wieder ins Spiel. Der BVB war um Spielkontrolle bemüht. Der VfL zeigte sich jedoch über Amoura immer wieder gefährlich, verschenkte dabei allerdings einige vielversprechende Möglichkeiten. Auf der anderen Seite blieb Guirassy kurz vor Schluss hingegen eiskalt.



























