Bei der Nordischen Ski-WM 2025 erschütterte der Anzug-Skandal um die norwegischen Stars das Skispringen in seinen Grundfesten. Das mediale Echo war verheerend, die Sportart rückte in ein schlechtes Licht. Bei den Olympischen Winterspielen wollen die Verantwortlichen wohl deutlich unter Beweis stellen, dass sie aus den Geschehnissen gelernt haben.
FIS-Renndirektor Sandro Pertille hat im Gespräch mit dem norwegischen TV-Sender "NRK" deutlich unterstrichen, dass man die Kontrollschrauben bei den Olympischen Winterspielen stark anziehen wird.
"Dies ist eine Möglichkeit, Spekulationen zu vermeiden und zu verhindern, dass Athleten und Teams gegen die Regeln verstoßen. Es ist einfach eine klare Botschaft von uns. Wir wollen saubere Olympische Spiele in unserem Sport", wird Pertille zitiert.
Konkret soll das Ausmaß der Materialkontrollen stark erhöht werden. Bislang erfolgten diese vor dem Absprung und nach der Landung, in Predazzo werden jedoch satte sechs Kontrolleure auf dem gesamten Skisprung-Areal unterwegs sein. "Und sie können überall und jederzeit Kontrollen durchführen", so der Bericht.
Skispringen: FIS will "Athleten überraschen"
"Wir möchten die Athleten überraschen, denn dies ist ein wichtiger Schritt für uns, um alles unter Kontrolle zu halten", betont Pertille.
Schlechte Erfahrungen machten die Skispringer nicht erst bei der WM 2025, auch die Olympischen Spiele 2022 in Peking sorgten für negative Schlagzeilen. Im Mixed-Wettbewerb wurden damals gleich vier Teams disqualifiziert, da bei fünf Springerinnen nicht regelkonforme Anzüge festgestellt wurden. Unter anderem war die deutsche Mailand-Fahnenträgerin Katharina Schmid betroffen. Brisant: Im selben Anzug sprang Schmid zuvor im Einzel auf den Silberrang, beanstandet wurde damals nichts.
Die Kontrollen der FIS rückten anschließend in den Fokus der Kritik. Zu uneinheitlich seien die Messungen, zu ungenau die Methoden. Dinge, bei denen der Dachverband mittlerweile eindeutig nachgeschärft hat.
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