Für einige der ganz großen Biathlon-Stars wie Franziska Preuß oder Dorothea Wierer stellen die Olympischen Winterspiele in Italien das letzte Karriere-Highlight dar. Nicht allerdings für die Französin Julia Simon, die längst noch nicht genug hat.
Biathletin Julia Simon denkt gar nicht erst daran, ihre Laufbahn nach den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo zu beenden. Im Interview mit "Stade 2 la quotidienne" sagte sie, dass sie "noch nicht am Ende der Biathlon-Karriere" angekommen ist.
Mit 29 Jahren dürfte die Französin ohnehin noch ein paar Jahre auf absolutem Top-Leistungsniveau vor sich haben. Simon: "Ich habe noch immer Lust, Leistungen zu bringen und Grenzen zu überschreiten, um am Ende so viele Medaillen wie möglich zu gewinnen."
Biathlon, stellte die erfahrene Skijägerin klar, sei "ein großer Teil" ihres Lebens und rufe "unbeschreibliche Emotionen" hervor.
In Antholz, wo ab Sonntag (8. Februar) die Olympischen Biathlon-Wettkämpfe stattfinden, strebt sie bei ihren dritten Spielen nach einer zweiten Medaille. 2018 in Pyeongchang war Simon nur als Ersatz dabei, 2022 in Peking gewann sie als Teil der französischen Mixed-Staffel Silber gewinnen. Nun will die zehnfache Weltmeisterin mehr.
Sieg im Biathlon-Weltcup gibt Simon "Selbstvertrauen"
"Ich habe mich zwischen den Spielen 2022 und diesen sehr weiterentwickelt", betonte sie selbstbewusst. "Ich komme mit viel mehr Erfahrung und Reife an. Ich verstehe mein Biathlon viel besser und was ich tun muss, um erfolgreich zu sein. Diese Olympischen Spiele sind ohne Zweifel eine der größten Herausforderungen meiner Karriere."
Als Siegerin der Massenstarts von Nove Mesto, der Weltcup-Generalprobe Ende Januar, reist Julia Simon nun gelassen nach Italien. "Ich habe große Erleichterung verspürt, dass ich alles wieder in Ordnung bringen konnte, meine physische Form wie auch das Schießen." Ein Olympiasieg sei "der einzige Titel, der mir noch fehlt. Kurz davor zu gewinnen gibt mir Selbstvertrauen". Im Gesamtweltcup kämpfte sie sich dennoch auf Platz zwölf heran.
Aussprache mit Braisaz-Bouchet? Simon verneint
Zum Saisonstart war Julia Simon vom französischen Verband noch gesperrt worden, nachdem sie vor Gericht Kreditkartenbetrug an ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet gestand. Eine Aussprache mit Braisaz-Bouchet habe es seither aber immer noch nicht gegeben, offenbarte sie: "Seit meiner Rückkehr habe ich wirklich nicht wirklich mit ihr gesprochen."
Über ihre Sperre sagte Simon derweil: "Auch wenn ich außerhalb des französischen Biathlon-Verbandes war, bin ich nicht tagelang auf meinem Sofa geblieben. Ich bin nicht dieser Typ Mensch. Ich bin jemand, der viel arbeitet und ich habe mich wirklich sehr gut trainiert, um auf die beste Art und Weise in dieses olympische Jahr zu gehen."
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