Die Fakten rund um Borussia Dortmund sind eindeutig, an diesen Zahlen ist nicht zu rütteln: Der BVB hat nur eines von 20 Bundesliga-Spielen verloren - auswärts beim FC Bayern - rangiert auf Tabellenplatz zwei mit neun Punkten Vorsprung auf Platz fünf und steht in den Playoffs der Champions League. Trotzdem reist vor allem die externe Kritik an Cheftrainer Niko Kovac rund um die Schwarz-Gelben einfach nicht ab. Nun hat die Trainerlegende Ottmar Hitzfeld eine Lanze für den Dortmunder Übungsleiter gebrochen.
Der BVB steht neun Tabellenplätze und satte 16 Punkte besser da als zum Vorjahreszeitpunkt. Eine Leistung, die schwarz auf weiß in den Büchern steht und an der sich nicht rütteln lässt. Trotzdem setzt es selbst nach Siegen im eigenen Stadion Kritik an der Spielweise der Westfalen, die die beste Heimmannschaft der gesamten Bundesliga sind.
Zu abwartend die Spielidee, zu unspektakulär die Spielweise. Vielen BVB-Fans fehlt die Begeisterung, das sichtbare Feuer in der Truppe auf dem Rasen, die häufig auf reinen Ergebnisfußball programmiert zu sein scheint.
Kovac selbst spricht gerne von der A- und der B-Note, um seine Resultate mit den Schwarz-Gelben einzuordnen. Die A-Note, also die nackten Ergebnisse, könnte nicht viel besser sein, steht der BVB doch punktetechnisch sogar besser da als in der ersten Meistersaison unter Jürgen Klopp im Jahr 2010/2011.
Die B-Note, also das spielerische Element und die Attraktivität des derzeitigen BVB-Fußballs, ist dabei mindestens mal ausbaufähig.
Hitzfeld lobt Kovac für "positive Mentalität"
Die Dortmunder Trainerlegende Ottmar Hitzfeld, die den BVB zu zwei deutschen Meisterschaften sowie dem Champions-League-Sieg 1997 führte, springt seinem ehemaligen Schützling nun demonstrativ zur Seite.
"Niko erfüllt die Erwartungen beim BVB aus meiner Trainersicht sehr gut. Er hat das Team wieder stabilisiert und in die Spur gebracht. Er ist mit seiner offenen Art und seiner positiven Mentalität der richtige Trainer beim BVB", wurde der Trainer-Altmeister in der "Sport Bild" zitiert.
Hitzfeld kennt Kovac selbst aus gemeinsamen Zeiten beim FC Bayern, wo sie von 2001 bis 2003 als Cheftrainer und Spieler zusammen Erfolge feierten.
"Dortmund ist ein äußerst populärer Verein, und wenn ein Resultat negativ ist, brennt es im ganzen Verein auf allen Ebenen. Aber Niko bleibt ruhig und konzentriert sich auf seinen Job und auf sein Team", führte der 77-Jährige weiter aus. Großer Zuspruch also für den aktuellen Übungsleiter der Dortmunder, der trotz einer der besten Saisons der Vereinsgeschichte viel Gegenwind auszuhalten hat.






























