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Fauxpas bei der Skiflug-WM

Prevc-Protest abgewiesen: "Weitere Schritte" angekündigt

Domen Prevc gingen bei der Skiflug-WM die Skier flöten
Domen Prevc gingen bei der Skiflug-WM die Skier flöten
Foto: © IMAGO/Peter Hartenfeser
03. Februar 2026, 08:49
sport.de
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Beim Teamwettbewerb der Skiflug-WM in Oberstdorf geriet der japanische Triumph schnell in den Hintergrund. Der kuriose und durchaus gefährliche Ski-Fauxpas von Dominator Domen Prevc bestimmte anschließend die Berichterstattung. Einen Protest der Slowenen lehnte die FIS zwar ab, gegessen ist das Thema damit aber noch nicht.

"Der Skiverband Sloweniens wird die Entscheidung der FIS genau prüfen und auf dieser Grundlage weitere Schritte im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten vorbereiten", teilte der SZN in einem offiziellen Statement mit, nachdem die FIS den Protest gegen die Entscheidung der Renndirektoren in Oberstdorf abgelehnt hatte.

Skiflugweltmeister Prevc hatte eine Ski auf der Schanze verloren und konnte im ersten Durchgang nicht fliegen. Während der norwegische Vize-Weltmeister Marius Lindvik auf sein Startzeichen wartete, flogen die Ski von Prevc an ihm vorbei. Die Ski rutschten zunächst die Heini-Klopfer-Skiflugschanze hinunter, mindestens einer flog auch bis in den Auslauf.

Skispringen: "Spezielle Arbeitsgruppe" erforderlich?

Prevc hatte bei der Vorstartmaterialkontrolle die Ski an ein Zelt gelehnt, von dort hätten sie sich selbstständig gemacht, sagte Andreas Bauer, Materialchef der FIS. Es sei Eigenverschulden des Athleten gewesen. Im zweiten Durchgang durfte Prevc wieder starten, weil er keinen Regelverstoß begangen habe. Slowenien ging beim Sieg Japans als Sechster leer aus. 

Zufrieden ist man mit der FIS-Entscheidung aber weiterhin nicht. "Wir werden dem Internationalen Skiverband die Einrichtung einer speziellen Arbeitsgruppe vorschlagen, deren Aufgabe es wäre, über Änderungen der Regeln und Verfahren nachzudenken, mit dem klaren Ziel, das Skispringen für alle Nationalmannschaften und alle Teilnehmer an Wettkämpfen noch attraktiver, transparenter und fairer zu machen", heißt es.

Das Thema wolle man aber erst nach Olympia angehen: "Im Moment braucht die slowenische Nationalmannschaft vor allem Ruhe und ein stabiles Umfeld. Vor uns liegt der nächste Höhepunkt der Wintersaison. Gerade um das Team zu schützen und um mögliche weitere Verfahren in keiner Weise zu beeinflussen, wird der Skiverband Sloweniens bis auf Weiteres keine weiteren Kommentare zu dieser Angelegenheit abgeben."

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