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"Ich bin sehr skeptisch"

Mercedes-Überlegenheit "Bullshit"? Wolff lässt aufhorchen

Toto Wolff ist skeptisch, ob Mercedes wirklich allen anderen voraus ist
Toto Wolff ist skeptisch, ob Mercedes wirklich allen anderen voraus ist
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
03. Februar 2026, 07:29
sport.de
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Bei den ersten Formel-1-Testfahrten in Barcelona hinterließ Mercedes einen starken Eindruck, sammelte fleißig Kilometer und deutete eine starke Pace an. Schon schreibt die Konkurrenz den Silberpfeilen die Favoritenrolle zu. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff will davon nichts wissen.

Toto Wolff ordnet die Leistung von Mercedes bei der nicht-öffentlichen Testwoche in Barcelona nüchtern ein. "Wir haben kein Performance-Bild, wir haben Max Verstappen oder auch Ferrari oder McLaren noch nicht schnell fahren sehen", sagte der Teamchef der Silbernen am Rande der offiziellen Präsentation des W17.

Sein Rennstall habe bei den drei Testtagen in Katalonien (jedes Team durfte an drei der fünf Tage auf die Strecke) "noch nicht prüfen können, ob wir ein gutes Paket haben - auch wenn die Buchmacher uns vorne sehen. Noch waren wir nicht in der Wüste", so Wolff weiter mit Blick auf die kommenden Testfahrten in Bahrain.

Auf dem Grand-Prix-Kurs von Sakhir finden noch zwei - dieses Mal für die Medien zugängliche - Testfahrten statt (11. bis 13 / 18. bis 20. Februar). Danach reist der Formel-1-Tross nach Melbourne, wo am 8. März mit dem Großen Preis von Australien das erste Saisonrennen stattfindet.

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In Barcelona hatte Mercedes einen starken Eindruck hinterlassen. George Russell und Kimi Antonelli rissen auf dem Circuit de Catalunya mehr als 1.500 Kilometer ab, Russell fuhr zudem die zweitschnellste Zeit der Woche. "Ich bin die 'Glas-ist-halb-leer'-Person, ich bin sehr skeptisch und ich bin kein Bullshit-Erzähler. Ich will nichts überverkaufen", hielt sich Wolff bedeckt.

Zugleich ließ er sich entlocken, dass Mercedes dieses Jahr "etwas Besonderes" habe und der Musik nicht hinterherfahre. "Wir werden nicht im Mittelfeld landen", sagte Wolff.

Formel 1: Wolff reagiert auf Schummel-Vorwürfe gegen Mercedes

Die Konkurrenz war bereits in Barcelona beeindruckt, wie zuverlässig der Mercedes-Motor offenbar schnurrt. In diesem Jahr gilt in der Formel 1 ein völlig neues Motoren-Reglement. Die Aggregate werden künftig zu 50 Prozent elektrisch angetrieben, den Rest erledigt ein Verbrenner. Das Regelwerk wirkt sich auch erheblich auf die Aerodynamik der Boliden aus.

"Sie sehen wieder nach F1-Autos aus", sagte Wolff zur neuen Auto-Generation. Ihn reize "der neue Motor und die Technik dahinter". Bei der letzten Motoren-Revolution 2014 von V8-Saugmotoren zu V6-Hybrid-Motoren hatte Mercedes den Rest der Formel-1-Welt düpiert, dominierte jahrelang die Szene.

Der Teamchef geht davon aus, dass die neuen Regeln zu "mehr Überholmanövern" führen und den Teams mehr "Strategiemöglichkeiten" geben.

Wolff ging auch auf Vorwürfe der Konkurrenten ein, Mercedes (und Red-Bull-Ford) habe sich beim Motor einen illegalen Vorteil verschafft. "Die Auslegung der Regulierungen ist klar, da braucht es keine geheimen Briefe oder Exklusivität. Unsere Power Unit ist legal und korrespondiert mit den Vorschriften – alles Weitere werden wir sehen", sagte er.

Es geht dabei um das Messverfahren für das Verdichtungsverhältnis in den Zylinder. Die Teams, die nicht mit einem Mercedes- oder Red Bull/Ford-Aggregat ausgestattet sind, hatten sich über das aktuelle Messverfahren beschwert. Dieses sieht vor, dass das Verdichtungsverhältnis bei Umgebungstemperatur gemessen wird. Mercedes und Red Bull haben allerdings einen Trick gefunden, durch den sich das Verhältnis bei Betriebstemperatur - also wenn der Wagen auf der Strecke ist - erhöht.

Während der Messung wären sie so innerhalb der Grenzen geblieben, danach nicht mehr.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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