Trotz seiner Niederlage im Finale von Melbourne war Novak Djokovic im On-Court-Interview gut gelaunt und in Topform. Einige Aussagen des Tennis-Legende lassen die Fans aber aufschrecken.
Novak Djokovic zeigte nach der Niederlage im Finale der Australian Open 2026 gegen Carlos Alcaraz Größe.
In einer launigen Rede zollte er dem jungen Spanier und dessen Leistung Respekt, fand auch warme Worte für Alcáraz’ Landsmann Rafael Nadal, der das Match der beiden in der Arena verfolgte.
Und natürlich bedankte sich der Serbe auch beim Publikum in Australien, das ihm noch nie so viel Liebe gezeigt habe wie in diesem Jahr.
Große Worte, großes Tennis.
Was die Djokovic-Fans etwas nervös machen dürfte, war ein kurzer Abschnitt seiner Dankesrede. Denn der 38-Jährige ließ erkennbar offen, ob es sein letzter Auftritt bei den Australian Open gewesen ist oder er noch einmal zurückkehrt.
Nur Gott wisse, was morgen passiert oder in den nächsten sechs oder zwölf Monaten, sagte er und ergänzte vielsagend: "Es war eine großartige Reise. Ich liebe euch, Leute!"
Tennis: Djokovics Karriereende nah?
Das hört sich doch etwas nach Abschiedsgedanken an. "Es hat sich so angefühlt", interpretierte Tennis-Ikone Jim Courier bei "Channel 9".
Sein Experten-Kollege McEnroe ergänzte: "Was für eine Klasse Novak in seiner Rede gezeigt hat, wie großzügig das war. Es war wirklich schön anzusehen, und er hat über die Jahre nicht die Liebe bekommen, die er sich gewünscht hat, aber er wird sie sicherlich noch bekommen, für das, was in seiner Karriere noch vor ihm liegt, und da er sich noch nicht für nächstes Jahr verpflichtet hat, wer weiß?"
McEnroe weiter: "Ich glaube, er hat auch erkannt, wie viel Kraft es ihn gekostet hat, Sinner zu schlagen und gegen Alcaraz so gut zu spielen. Wenn man ihn reden hört, muss man sich einfach fragen: Ist das Ende vielleicht nah?"
Novak Djokovic: Der Traum von der 25
Andererseits ließ Djokovic auch durchblicken, dass ihn der 25. Grand-Slam–Titel noch sehr reizt. Die Gier ist noch da. "Ich glaube immer daran, dass ich es schaffen kann. Sonst würde ich nicht antreten", sagte der Serbe. "Es ist toll, dass ich Jannik in fünf Sätzen schlagen und Carlos in vier knappen Sätzen einen harten Kampf liefern konnte."
Er gab an die Zuschauer gewandt aber auch zu: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal bei der Siegerehrung in einem Grand-Slam-Finale stehen würde. Ich muss euch danken. Denn ihr habt mich in den vergangenen zwei Wochen angetrieben."
Djokovic hatte sich in Melbourne in einem spektakulären Halbfinale gegen den Titelverteidiger Jannik Sinner durchgesetzt - im Endspiel gegen Alcaraz ging dem 38-Jährigen beim 6:2, 2:6, 3:6, 5:7 dann ein wenig die Kraft aus.
Im vergangenen Jahr hatte Djokovic in allen Grand Slams das Halbfinale erreicht, für einen weiteren Titel reichte das aber nicht.







