Durch den Heimerfolg gegen Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim hat Borussia Dortmund den Rückstand auf den FC Bayern verkürzt. BVB-Star Nico Schlotterbeck ließ nach der Partie aufhorchen.
Bei Borussia Dortmund wittert man eine Chance im Meisterkampf: Waren es zur Winterpause neun und nach der Hinrunde elf Zähler Rückstand auf den FC Bayern, ist der BVB nach dem mühevollen Zittersieg am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim (3:2) auf sechs Punkte herangekommen. Für Nationalspieler Nico Schlotterbeck Grund genug, eine Kampfansage abzuschicken.
"Man muss auch mal den Anspruch haben als BVB, auch mal den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden", so der Verteidiger bei "DAZN": "Jetzt sind es sechs Punkte, es sind drei weniger als nach der Winterpause. Deswegen kann ich sagen und auch die Jungs: Wir wollen jetzt angreifen."
"Vielleicht fangen sie an, langsam zu überlegen"
Der deutsche Rekordmeister war am Samstag beim Hamburger SV (2:2) erneut gestolpert, zuvor hatten die Münchner gegen den FC Augsburg (1:2) ihre erste Niederlage in der Bundesliga kassiert. Dortmund nutzte den Patzer des Spitzenreiters, wenn auch mit ganz viel Dusel.
"Wir haben heute mit etwas Glück gewonnen, das ist mir aber auch scheißegal", sagte Schlotterbeck: "So ist der Fußball, jetzt sind es sechs Punkte. Vielleicht fangen sie an, langsam zu überlegen."
Große Chancen rechnet sich der Führungsspieler des BVB in den kommenden Wochen aus. Am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga kann Borussia Dortmund im Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg vorlegen (Samstag, 15:30 Uhr) und den Abstand auf vorerst drei Zähler verringern. Der FC Bayern spielt tags darauf zuhause gegen die formstarke TSG Hoffenheim.
Mehr dazu:
Schlotterbeck weiß aber auch: "Wir müssen natürlich weiter punkten. Wir probieren, da zu sein". Am 28. Februar kommt es dann zum direkten Aufeinandertreffen mit den Bayern in Dortmund.
Schlüsselszene: Schlotterbeck feuert Guirassy an
Gegen mutige Heidenheimer stand ausgerechnet Krisen-Stürmer Serhou Guirassy im Mittelpunkt, mit einem Doppelpack (68. Minute/Handelfmeter, 70.) drehte er das Spiel, verschoss indes auch einen weiteren Foulelfmeter (85.). Schlotterbeck hatte sich jeweils zunächst den Ball zum Strafstoß geschnappt, dann aber den Ball an Guirassy weitergereicht und das Publikum ermuntert, den Stürmer anzufeuern.
"Ich habe Serhou gefragt, ob er schießen will und er hat ja gesagt", erklärte der BVB-Abwehrspieler die Szene vor dem 2:2-Ausgleich. Nur zwei Minuten nach dem verwandelten Elfmeter traf Guirassy zum 3:2-Siegtreffer.
Waldemar Anton (44.) hatte Dortmund zuvor in Führung geschossen, Heidenheims Julian Niehues ebenfalls per Doppelpack (45.+5/48.) den Außenseiter aber von der großen Überraschung träumen lassen.



























