Bundesliga-Größe Felix Magath schielt auf den vakanten Trainer-Posten beim SV Werder Bremen. Der einstige Spieler und Trainer des HSV bringt sich selbst als Nachfolger von Horst Steffen ins Spiel.
Felix Magath weiß, welchen Trainertypen der kriselnde Bundesligist Werder Bremen benötigt. "Da muss ein erfahrener Mann her, der die Situation kennt", sagt der 72-Jährige im exklusiven Interview mit RTL/ntv und sport.de. Einer wie Magath also.
"Ich fühle mich immer noch einigermaßen fit. Nicht mehr so, wie vor 40 Jahren, aber trotzdem glaube ich, dass ich noch klar im Kopf bin. Von daher bin ich nicht abgeneigt", brachte sich der Aschaffenburger selbst ins Spiel: "Zumal unser Kanzler sagt, dass wir mehr arbeiten sollen. Da stelle ich mich gern zur Verfügung und sage 'ich möchte mehr arbeiten'".
Der erfahrene Bundesliga-Trainer fügte hinzu: "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich der Meinung bin, dass ich jedem Verein in der Bundesliga helfen kann."
Die Grün-Weißen hatte Felix Magath einst bereits in der Saison 1998/99 gecoacht. Die Mannschaft führte er damals sogar ins Pokalfinale, dass die Bremer unter seinem Nachfolger Thomas Schaaf gegen den FC Bayern gewannen.
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Letztmalig stand Magath bei Hertha BSC (März bis Juni 2022) an der Seitenlinie. In seiner Karriere als Trainer gewann er unter anderem dreimal die deutsche Meisterschaft mit dem FC Bayern sowie dem VfL Wolfsburg, zudem coachte er in Deutschland den Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg und den FC Schalke 04. Im Ausland war er in China (Shandong Taishan) und England (Fulham FC) aktiv. Seit August 2025 ist er Sportvorstand seines Heimatvereins Viktoria Aschaffenburg in der Regionalliga Bayern.
Bereit für eine neue Aufgabe ist der Europameister von 1980 schon seit Längerem. Erst im vergangenen August hatte sich Magath sowohl beim HSV als auch beim FC Schalke 04 als Trainer-Option angeboten.
Zur Entlassung von Horst Steffen bei Werder Bremen hat Magath derweil eine klare Meinung. "Die Tabelle lügt nicht, wie es so schön heißt. Das war früher so und ist immer noch so!" Zugleich lobte er Steffen "Top-Mann", der zuvor "in Elversberg hervorragende Arbeit geleistet " habe.
"Trotzdem erkennt man, dass zweite Liga nicht Bundesliga ist. Es ist ein anderes Niveau. So einfach, wie es sich die Vereine machen, ist es nicht. Sie glauben, ein Trainer, der die Amateurmannschaft coachen kann, kann auch Bundesliga. Man sieht jetzt ganz deutlich, dass das eben nicht der Fall ist", stellte Magath klar.
Werder Bremen hat sich am Sonntag von Horst Steffen getrennt, einen Tag nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Seit zehn Spielen wartet das Team in der Bundesliga bereits auf einen Sieg.



























