Nicht auszuschließen, dass diese Transfersage die zuletzt eher guten Beziehungen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Chelsea nachhaltig belasten wird. Nachdem die Blues den seit Sommer an den BVB verliehenen Argentinier Aaron Anselmino Ende Januar durchaus überraschend zurück nach London beordert hatten, soll sich bei den Borussen über die Art und Weise bereits Unmut breitgemacht haben. Dass Anselmino nun aber offenbar gar nicht bei Chelsea gebraucht, sondern zu einem Schwesterklub verliehen wird, dürfte die Gemüter erhitzen.
Dachte man zuerst, der FC Chelsea habe die Leihe von Aaron Anselmino zum BVB aufgrund eines personellen Engpasses in der Defensive abgebrochen, kommt alles nun wohl ganz anders.
Wie Transferexperte Fabrizio Romano erfahren haben will, steht der Innenverteidiger vor einem Leihwechsel zu Racing Straßbourg in die französische Ligue 1.
Durchaus brisant: Straßbourg zählt wie die Londoner zur BlueCo Group von Chelsea-Besitzer Todd Boehly. Eine Position, die Chelsea immer wieder nutzt, um den eigenen Talenten in einer Top-5-Liga Spielpraxis zu verschaffen. Nachvollziehbar ist dieses Vorgehen natürlich, aber auch durchaus fragwürdig.
BVB "bedauert" den Abschied von Anselmino
Angeblich sollen sich die Blues erhoffen, dass Anselmino in Frankreich noch häufiger zum Zug kommt. In Dortmund bestritt er zwar immerhin zehn Pflichtspiele, fiel aber häufig verletzt aus und kam oftmals von der Bank.
Der BVB betonte bei der offiziellen Bekanntgabe des Leihabbruchs dennoch, dass man die Entscheidung der Londoner, die wohlgemerkt absolut vertragskonform ist, "bedauere".
Wohl auch, da keine Zeit mehr blieb, den Markt nach Alternativen zu sondieren. Letztlich verzichtete man ausdrücklich darauf, eine weitere Defensiv-Option zu verpflichten. Eine durchaus riskante Entscheidung.
Dass Anselmino, dessen Vertrag bei Chelsea 2031 endet, nun aber nur zurückkehren musste, um an einen anderen Klub verliehen zu werden, dürfte für die BVB-Bosse ein Stoß vor den Bug sein.


























