Schon seit Monaten wird über eine Rückkehr von Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner in die Formel 1 spekuliert. Nun bestätigte der Brite erstmals auch selbst, dass er ein Comeback in der Motorsport-Königsklasse anstrebt.
Er habe das Gefühl, in der Formel 1 noch nicht fertig zu sein, sagte Horner am Wochenende in Dublin. "Es ist nicht so geendet, wie ich mir gewünscht hatte, dass es endet", erklärte der ehemalige Red-Bull-Teamchef, einen weiteren Anlauf wagen zu wollen.
Dies, so Horner, werde allerdings auch nur unter gewissen Voraussetzungen passieren. "Ich werde nur zurückkommen, wenn es etwas zu gewinnen gibt. Ich will nicht zurück ins Paddock, ohne dass ich was erreichen kann", betonte der 52-Jährige, der 2025 nach zwei Jahrzehnten bei Red Bull entlassen worden war.
Horner will mehr als "nur" Formel-1-Teamchef sein
"Ich muss nicht zurückkommen. Ich könnte meine Karriere auch jetzt beenden. Also würde ich nur zurückkommen, wenn es die richtige Möglichkeit gibt, mit großartigen Menschen zusammenzuarbeiten und in einer Umgebung zu sein, in der Menschen gewinnen wollen", formulierte Horner seine persönlichen Erwartungen.
Was der Ex-Red-Bull-Chef darüber hinaus bestätigte: Wenn er noch einmal in der Formel 1 aufschlägt, dann nicht "nur" als angestellte Führungskraft. "Ich will ein Partner sein und keine helfende Hand. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt. Ich habe keine Eile. Ich muss nichts tun."
Horner sitzt Wechselsperre ab
Dass er in den letzten Monaten mit nahezu jedem Formel-1-Team in Verbindung gebracht wurde - im Gespräch waren unter anderem Wechsel zu Ferrari, Haas, Aston Martin, Cadillac und Alpine -, schmeichele ihn sehr, meinte Horner. Die Realität sei aber, "dass ich bis zum Frühjahr ohnehin nichts machen kann", verwies er auf seine Wechselsperre, die nach seinem RB-Aus aktiv wurde.
Dass der Brite im Sommer 2026 wieder an der Boxenmauer steht, ist dagegen nicht ausgeschlossen, Gerüchten zufolge sogar sehr wahrscheinlich. Seine Spur zu Alpine ist schon seit Monaten heiß. Dort könnte er die 24 Prozent von Otro Capital am Team erwerben und dadurch mehr werden als "nur" neuer Teamchef.


