Nachdem die DSV-Skijäger Leonhard Pfund und Simon Kaiser im Sprint der Biathlon-EM in Sjusjøen (Norwegen) eine Medaille noch knapp verpasst hatten, machte es das Duo in der Verfolgung am Samstag besser. Nur Lokalmatador Isak Leknes Frey war nach 12,5 Kilometern schneller als die deutschen Biathleten.
Leonhard Pfund, der als Sechster des Sprints mit rund 44 Sekunden auf Europameister Damien Levet ins Rennen gegangen war, holte sich mit nur einem Schießfehler im ersten Anschlag die Silbermedaille. Knapp 17 Sekunden fehlten auf den in der Loipe nicht zu schlagenden neuen Verfolgungs-Europameister Isak Leknes Frey, der es mit zwei Fehlern beim letzten Anschlag noch einmal etwas spannend machte.
Das Podest iin Sjusjøen komplettierte mit Simon Kaiser ein weiterer Deutscher. Der 26-Jährige war als Siebter ebenfalls aussichtsreich ins Rennen gegangen und beendete den Verfolger nach zwei Fehlern am Schießstand mit knapp 30 Sekunden Rückstand auf Frey als Dritter. Für den DSV sind es die ersten Medaillen der Biathlon-EM.
Biathlon-EM: Roman Rees erlebt Debakel
Das gute deutsche Ergebnis rundete Elias Seidl mit einem starken zehnten Platz ab. Der 21-Jährige hatte am Mittwoch im Einzel als Vierter nur haarscharf eine Medaille verpasst. Auch Danilo Riethmüller (+ 1,19 Minuten, 11.) und Johannes Kühn (+ 1,21 Minuten, 12.) schafften es beim Jagdrennen über 12,5 Kilometer am Samstagvormittag in die Top 15.
Roman Rees hingegen erlebte ein Desaster. Der ehemalige Weltcup-Starter schoss gleich sechs Fahrkarten und landete mit fast vier Minuten Rückstand auf einem enttäuschenden 43. Platz. Der EM-Abschluss für die Männer steigt am Sonntag. Dann geht es um 10:40 Uhr in Sjusjøen in der Staffel zur Sache.
Die ganz großen Stars sind bei der Europameisterschaft nicht am Start. Die europäischen Titelkämpfe werden von den Nationen traditionell als Sprungbrett für die "zweite Reihe" betrachtet. Dazu bekommt in der Regel auch der Nachwuchs eine Chance, sich auf der großen Bühne zu zeigen.
