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Formel-1-Neuling "im Blindflug"

Größte Aufgabe? Audis Technikchef überrascht

Video: Audi lässt die Hüllen fallen
28. Januar 2026, 08:39
sport.de
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Ein neues Werksteam aufbauen und zugleich einen völlig veränderten Formel-1-Boliden konzipieren und bauen: Hinter Audi liegt ein Jahr der Mammutaufgaben, um für die erste Saison in der Königsklasse bereit zu sein. Die schwierigste Herausforderung? Technikchef James Key gibt eine überraschende Antwort. 

Alles neu, alles anders in der Formel 1: Völlig neue Motoren und eine sich verändernde Aerodynamik haben den Gehirnschmalz der Ingenieure bis aufs Äußerste beansprucht – vor allem bei Audi.

"Was bei uns im Gegensatz zu unserer Konkurrenz hinzukommt, ist, dass wir nicht nur ein Auto entwickeln, sondern auch noch ein Team aufbauen müssen. Wir hatten zwei große Projekte parallel", sagte Audis Technischer Direktor James Key der "Sport Bild".

Die Marke mit den vier Ringen geht 2026 erstmals mit eigenem Team in der Formel 1 an den Start. Dazu hat Audi in den vergangenen Jahren sukzessive den Schweizer Rennstall Sauber übernommen. Die Motoren des Rennstalls werden in Neuburg an der Donau, das Auto in Hinwil in der Schweiz (Kanton Zürich) entwickelt. 

Video: Audi lässt die Hüllen fallen

2026 gilt in der Formel 1 ein völlig neues Motoren-Reglement: Die Aggregate werden künftig zu 50 Prozent elektrisch angetrieben, den Rest erledigt ein Verbrenner. Aber: Laut Keys war die Herstellung der Triebwerke nicht die größte Herausforderung für Audi - sondern das Chassis.

"Während das Reglement für den Motor bereits seit geraumer Zeit feststand, wurde das für das Chassis erst im Sommer 2024 festgelegt. Das für die Aerodynamik sogar erst im Januar vergangenen Jahres. Das klingt nach viel Zeit, ist es aber nicht", betonte Keys. 

Formel 1: Audis Technikchef betont Bedeutung der Fahrer

Audi habe sich einen Fahrplan für 18 Monate auferlegt mit detaillierten Fortschrittszielen für jede Woche, gab der 54-Jährige einen Einblick und scherzte: "Zum Glück ist eine unserer Stärken - wie sollte es anders sein bei einem deutschen Rennstall mit Hauptsitz in der Schweiz -, dass wir extrem gut in der Planung sind."

Die Regel-Revolution sieht Keys "auf jeden Fall" als größten Einschnitt in der jüngeren Formel-1-Geschichte. "Die Motoren, die Reifen, das Getriebe, die Aerodynamik - alles ist brandneu. Nicht einmal das Lenkrad ist gleichgeblieben", so der Brite. "Bis auf ein paar Schrauben" sei am Audi R26 alles anders als beim Sauber-Auto des Vorjahres. "Das Einzige, was in dem Auto unverändert ist, sind die Fahrer, die es fahren", sagte er mit Blick auf Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto.

Der Stellenwert der Piloten und deren Feedback sei nach wie vor sehr groß, sagte Keys. "Das Gefühl, das sie für das Auto haben, können Daten nicht widerspiegeln. Sie geben uns die Referenzpunkte dafür, in welche Richtung wir gehen müssen."

Keys räumte ein, mit seinem Ingenieurs-Team "natürlich" gezielt nach Schlupflöchern im neuen Regelwerk zu suchen. Es könne sein, dass Audi eines gefunden hat, sagte er, ohne etwas anzudeuten. 

Bei aller Arbeit und den Testfahrten im Vorfeld: Beim ersten Qualifying des Jahres in Melbourne sei Audi "im Blindflug", sagte Keys. 

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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