Nach 19 Spieltagen der Fußball-Bundesliga ziert gerade mal eine Niederlage das Konto von Borussia Dortmund, in der Champions League ist die K.o.-Runde greifbar, lediglich das Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals trübt die bisherige Saisonbilanz nachhaltig. Intern soll man beim BVB dennoch so einige Dinge kritisch betrachten.
Seit 54 Spielen ist Niko Kovac inzwischen Trainer des BVB, die Bilanz des Kroaten kann sich durchaus sehen lassen: 32 Partien konnten die Schwarzgelben für sich entscheiden, nur zehnmal verließ man den Rasen komplett mit leeren Händen. Vollkommene Zufriedenheit mit der Arbeit des 54-Jährigen herrscht im Ruhrgebiet angeblich dennoch nicht. Das berichtet "Sport Bild", die mehrere Kritikpunkte nennt:
Zu viele Auf und Abs beim BVB
Die erste Halbzeit beim enttäuschenden 0:2 bei Tottenham Hotspur in der Champions League war der Gipfel der Behäbigkeit, aber die Stars auf dem Rasen haben sich im Saisonverlauf schon so einige völlig uninspirierte Phasen geleistet. Ein Punkt, den man intern registriert und angesprochen haben soll. Tenor: Der BVB soll auch unter Kovac mehr sein, als eine gut geölte Defensivmaschine. Man soll Spiele dominieren und "klar gewinnen", heißt es.
Kovac soll vollends zugestimmt haben, nun kommt es darauf an, ob er die Vorgaben umsetzen kann.
Keine Flügelflitzer, keine Einnahmen
Im System von Niko Kovac sind keine echten Flügelstürmer vorgesehen, die Enwicklung dieser war es aber, die dem BVB in der Vergangenheit die Taschen füllte. Zur Wahrheit gehört zwar, dass neues Personal für die offensiven Außen im Sommer schlicht zu teuer gewesen wäre, künftig wollen die Bosse aber wohl wieder auf ein System mit Flügelflitzern setzen. Gegen Saisonende wird das Thema diskutiert, berichtet die "Sport Bild".
BVB wünscht sich größeren Fokus auf Talente
Talente an die europäische Spitze heranzuführen, galt lange als Kernkompetenz der Borussen. Unter Kovac machte bislang allerdings kein Youngster einen echten Schritt nach vorne. Ein Umstand, der sich ändern muss. Das sollen die Klub-Bosse Kovac klar mitgeteilt haben.
Zu viele Köche verderben den schwarzgelben Brei
Beim BVB, so der Bericht der Sportzeitung, dürfen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Transfer zu viele Personen mitreden. Konkret werden die Scouting-Abteilung, Sportdirektor Sebastian Kehl, Sportchef Lars Ricken, Kovac, Berater Sammer, zwei persönliche Assistenten von Kehl oder Verhandlungsexperte Simon Rödder. Aus diesem Grund soll 2024 zum Beispiel ein Kauf von Dean Huijsen gescheitert sein. Der Niederländer ist inzwischen bei Real Madrid gesetzt.
Neben den aufgeführten Punkten nennt der Bericht weitere Baustellen, die schon häufiger kursierten. Einige Akteure seien "zu satt", die Qualität nicht auf jeder Position vorhanden und die Verträge zu üppig gestaltet.




























